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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
Entstehung
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des "Verfassers.

Publicum wider diejenigen so mir übel deswegen wol-len, auf meiner Seiten habe. Ausser dem werde ichmich hinter meine glaubwürdigen Gewährsmännerverschanzen. Niemals berufe ich mich auf verdäch-tige oder berüchtigte Geschichtschreiber, ausser wannihre Parteylichkeit selbsten zur Bestättigung derWahrheit dienet. Der Zustand Teutschlandes ver-bindet mich, mit dem Anhange, welchen ich demSä-culo beyzufügen gedachte, zurück zu halten. Dadas Feuer der Trennung in lichten Flammen brennet,wär ich unvernünftig, wann ich von der Art undWeise, wie es entzündet ist worden, handeln wollte.Der Proceß ist vor dem Gerichte, man muß denAusspruch erwarten. Wann sich die streitendenPartheyen verglichen haben, dann will ich die Auf-sätze mittheilen. Ich werde denselben eine besondereSammlung vowAnekdoten beyfügen, die ich nichtfür dienlich erachtet, in den Zusammenhang der Hi-storie einzuschalten. Diese zusammen werden dendritten Theil und mein Werk vollständig machen.Der zweyte Theil, der mit dem Friedensgeschäffte zuAachen im Jahre 1748 sich schliesset, wird noch vordem Ende dieses Jahres ans Tagslicht tretten.

In gegenwärtigem ersten Bande hat es das An-sehen, als ob ich die nordischen Angelegenheiten vomolivischen Frieden an vergessen hätte. Ich habe abersolche mit gutem Vorbedachte Übergängen, damitich alle Materien in dem Capitel, worinnen Carlsdes XU Kriege den wichtigen Zeitpunkt von Nordenausmachen, beysammen anbringen kann. Die Wie-derholungen zu vermeiden ist es auch geschehen,daß