46 Staatsgeschichte von einem
klugheit auf Mäßigung ä). Und so, wie es die Staats-leute dieser Art gemeiniglich zu machen pflegen, hielt aucher diejenige Parthey für die beste, welche am wenigstenVerbindlichkeit aufbürdete. Bey der Wahl, welche manzwischen dem Kaiser und dem Churfürsten von der Pfalzzu treffen hatte, gieng seine Meynung dahin: der Königsollte es bey friedlichen Dienstleistungen gegen einen wiegegen den andern bewenden lassen; und seine Meynung- fand bey einem Ministerin dem es an Muth und Einsichtfehlte, endlich vollkommenen Beyfall.
Der König ernannte drey Abgesandte, davon der er-ste, c) als das Haupt der Gesandtschaft, seit langen Zeitenschon von Spanien bestochen war. Ihre Vorschriftengiengen dahin, an der Auftechthaltung der katholischen Re-ligion , und an Wiederherstellung des Friedens im Reichezu arbeiten. Sie hatten weiter nichts zu thun nöthig, alsdie Absichten ihres Herrn bekannt zu machen, um dieuniirten Stände in ihrem, zu Nürnberg gefaßten, Ent-schluß zu bestärken. Nachdem sich Ferdinand der katho-lischen Liga versichert, so half er gar gerne den französi-schen Friedensstiftern, denen Protestanten dasjenige ein-zureden , was sie sich selbst zu überreden wünschten: daßnehmlich die böhmischen Unruhen ihre Religion keineswe-ges angiengen: welches dann soviel wirkte, daß die stän-de der Union sowohl, als die Stände von der Liga, die zu,62VUlm versammlet waren, einander ihr Wort gaben, undzwar die erstem dahin, daß sie sich nicht in die böhmischenHändel mischen; die andern aber, daß sie den Pfalzgra-fen nicht in seinen Erblanden anfallen wollten. Nach die-ser undienlichen Uebereinkunft, welche den Churfürstenvon aller Hülfe entblösete und ihn in die Nothwendigkeitversetzte, blos mit seinen eignen Kräften wider die Macht
des
H Vo'i'sz ganz les lVlemoIres cle 8MIv Ion avis lar lecicpart äu ?rince äe c^oncke. item Journal clc kat-tdmpicrre 1 om.I. -) Der Gras von Auvergne,