! 96 SLaaLsgeschichte von einem
Ansuchen erklärten sich Friesland, Seeland und Gronin-gen für den Krieg, und die indianische Compagnie über-gab ihre Einwendungen gegen den Frieden. Die Staa-ten blieben auf ihrer Meinung. Da die vier Provinzeneimnüthig den Frieden wollten, so war die Versamm-lung genöthigt, in eine Deputation zu willigen, die aussechszehen Personen bestund, welche aus den sieben Pro-vinzen genommen waren, und welcher man die Unterhand-lung, die schon so weit gekommen war, das; man nament-lich mit dem Könige in Spanien traktirte, anvertrautet.Die Staaten bestunden auf ihren ersten zu Maftricht ge-thanener; Vorschlagen, und die flandrischen Deputirteribegnügten sich damit, daß sie einige Milderung ihres In-halts verlangten. Da diese letztem nach Brüssel zurückeberuffen worden, nahmen sie von Haag eine Schrift mit,wo die letzten Forderungen der Republik verzeichnet wa-ren. In ihrer Abwesenheit ist der Mahler Rubens, derschon in der letztem Unterhandlung zwischen Spanien undEngelland als ein Staatsmann gezeichnet hatte, nach Haaggekommen mit dem Titel eines geheimen Sekretärs sei-ner katholischen Majestät, und mit sicherm Geleite. Erunterhielte mit gutem Erfolg die ersten Gesinnungen undEinrichtungen, bis auf die Zurückkunft der Deputirten,die im folgenden Jahre geschah, und die Unruhen der Fein-de des Friedens trafen sowohl auf ihn als auf die ganzeVersammlung der Gesandten.
Da die Staaten den Prinzen wenig zu Rath zogen,so versuchte er, eine Uneinigkeit in der Versammlung an-^ zustisten, indem er ihr die Treüe der vornehmsten Mit-glieder, welchen sie aufgetragen hatte, mit den Gesand-ten zu traktiren, verdächtig machte. Aber die Anklageward verworfen; und ungeachtet sich drey Provinzen wi-dersetzten , erklärte man sich doch, daß man mit seiner ka-tholischen Majestät traktiren wollte. Die Flandrer, wel-che man für spanische Gevollmachtigte erkannte, thätendamals ihre letzten Vorschläge </). Sie boten die Abtret-
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