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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
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! 96 SLaaLsgeschichte von einem

Ansuchen erklärten sich Friesland, Seeland und Gronin-gen für den Krieg, und die indianische Compagnie über-gab ihre Einwendungen gegen den Frieden. Die Staa-ten blieben auf ihrer Meinung. Da die vier Provinzeneimnüthig den Frieden wollten, so war die Versamm-lung genöthigt, in eine Deputation zu willigen, die aussechszehen Personen bestund, welche aus den sieben Pro-vinzen genommen waren, und welcher man die Unterhand-lung, die schon so weit gekommen war, das; man nament-lich mit dem Könige in Spanien traktirte, anvertrautet.Die Staaten bestunden auf ihren ersten zu Maftricht ge-thanener; Vorschlagen, und die flandrischen Deputirteribegnügten sich damit, daß sie einige Milderung ihres In-halts verlangten. Da diese letztem nach Brüssel zurückeberuffen worden, nahmen sie von Haag eine Schrift mit,wo die letzten Forderungen der Republik verzeichnet wa-ren. In ihrer Abwesenheit ist der Mahler Rubens, derschon in der letztem Unterhandlung zwischen Spanien undEngelland als ein Staatsmann gezeichnet hatte, nach Haaggekommen mit dem Titel eines geheimen Sekretärs sei-ner katholischen Majestät, und mit sicherm Geleite. Erunterhielte mit gutem Erfolg die ersten Gesinnungen undEinrichtungen, bis auf die Zurückkunft der Deputirten,die im folgenden Jahre geschah, und die Unruhen der Fein-de des Friedens trafen sowohl auf ihn als auf die ganzeVersammlung der Gesandten.

Da die Staaten den Prinzen wenig zu Rath zogen,so versuchte er, eine Uneinigkeit in der Versammlung an-^ zustisten, indem er ihr die Treüe der vornehmsten Mit-glieder, welchen sie aufgetragen hatte, mit den Gesand-ten zu traktiren, verdächtig machte. Aber die Anklageward verworfen; und ungeachtet sich drey Provinzen wi-dersetzten , erklärte man sich doch, daß man mit seiner ka-tholischen Majestät traktiren wollte. Die Flandrer, wel-che man für spanische Gevollmachtigte erkannte, thätendamals ihre letzten Vorschläge </). Sie boten die Abtret-

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