Jahrhundert, IX. Capitel. zzz
sicherte er/ daß Schweden, welches in dem dreyßigjährk-gen Kriege keine so grosse Figur gemacht haben würdeswoihm nicht die französischen Hülfsgelder und die teutschenTruppen so wohl zu Statten gekommen wären / die ersteRolle / die es in demselben gespielt / nicht mehr so gutwürde hinausführen können; und das; auf die Bemühun-gen / so es bisher schon aizgewandt hätte / seine Erschö-pfung gar bald folgen würde. Er stellte den Staaten vor/daß es für die Handlung der Provinzen nicht so nachthei-lig seyn würde / den Krieg in Norden allgemein zu ma-chen / als daselbst einem Prinzen / welcher sie nimmerschonen würde, sobald er sie nimmer zu fürchten hatte, dieOberhand zu lassen. Ungeachtet des elbinger Traktats,welcher dem Könige von Dänemark die Unterstützungder holländischen Flotte benommen hatte, trieb er diesenPrinzen an, sich wider Schweden zu erklären; und umihm ein Vertrauen gegen die Republik beyzubringen, ver-sprach er ihm, zu verhindern, daß die Staaten jene un-vorsichtige Unterhandlung nicht gutheißen sollten. JohannCasimir, der wieder nach Polen gegangen war, hatteden Eroberungen des Ezaars Einhalt gethan, indem erihm die Hoffnung machte, ihn von den Polacken zu sei-nem Nachfolger erwählen zu lassen. Der ungarische Kö-nig Leopold war eben seinem Vater Ferdinand succediret.Er bot den Polacken ein Corpo Truppen an, und waenicht weit davon entfernt, Carl Gustaven namentlich denKrieg anzukündigen. Der Churfürst von Brandenburg,dem eben die Oesterreicher in den Rücken fallen wollten,begehrte von den Holländern die Allianz, die er ihnen ab»geschlagen hatte. ' Da sich alles wider Schweden erklärte,so machte sich Friederich auch kein Bedenken mehr. Sei-nen Einfall ins Bremerland begleitete er mit einer Be-kanntmachung eines Manifestes, welches werth wäre, denzweyten Theil von demjenigen auszumachen, welches CarlGustav gegen Casimirn publiciret hatte. Er fordert«darinnen dieses Erzbistum zurücke,' kraft des Verspre-chens, welches man ihm im Jahre 5644 gethan hatte;
und