Jahrhundert, X. Capitel. zyr
geben/ daß er eine erworbene Stadt/ die dem Angeden-ken des Cromwels Ehre machte / gehastet hatte. Nach-dem der Vorsah einmal genommen war Geld durch denVerkauf dieses Platzes zu machen / so war kein Anstandwegen des Käufers übrig. Spanien würde zwar vielgrössere Summen als Frankreich dafür geboten haben;allein es würde dieselben niemals bezahlet haben. DieHolländer hatten wohl ihre dafür gebotene Versprechun-gen wirklich machen können. Aber diese waren Mitbuh-ler/ deren Seemacht zu vermehren auf keine Weise zu-träglich gewesen wäre. Das Parlement würde gerne aufsich genommen haben dem Könige eine Vergeltung fürdiesen Ort auszuzahlen / welcher noch nicht auf eine feyer-liche Weife dem Reiche einverleibet war. Aber es wargefährlich demselben eine Stadt zu seiner Willkührzu überlassen / welche / da sie Frankreich eine Brille wäregewesen/ die Könige um ihr Asylum über demM-erhättebringen können. Ueber dieses wär es auch eine zu sicht-bare Niederträchtigkeit gewesen/ der Nation ihr eignesGut zu kaufen zu geben. Kurz / man würde sichs nichtunterstanden haben/über denPreiß so genau mit derselbenzu handeln/ als mit einem Fremden. Bey Frankreich trafCarl keine von diesen Ungemächlichkeiten an. Ludwigder XIV hatte seine Finanzen in Ordnung gebracht. Sei-ne Seemacht war in ihrer Kindheit und erweckte nochkeine Furcht. Er konnte ein nützlicher Freund werden,und mächtiglich helfen/ den Verdruß der Misvergnügtenzu ersticken oder zu bezwingen. Er war im Stande ei-nen Staatsfehler zu loben/davon er die Frucht zog. Erwüste die leeren Cassen seines Freundes ; und er durstenicht übel nehmen/ wann man den nehmlichen Eiferanwandte sie zu füllen/ als er/ die seinigen zu schonen.
§. 7. Negociation und Abschluß den Verkauf
Dünkirchens betreffend.
Der Graf von Estrades/ welcher den 6 des Aprilmo-nats von London abgereiset war / erhielte einen Expressen
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