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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
Entstehung
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Jahrhundert, XU. Capitel. 44-

angefangen hatte, Einhalt zu thun. Um sich Engellandzu versöhnen, dessen Beystand ihnen unentbehrlich wur-de , erkannten sie den Vorzug von dessen Flaggen, undversprachen sie zu begrüssen. Alle diese Traktate warenvom z i Julius datiret.

Zwölftes Capitel.

Tripleallianz wider die AnsprücheLudtvigdes xi v auf die Niederlande. Traktat zuAachen, welcher sie entschiede imJahr 1668.

§. r. Beschaffenheit der Frage»

rleich bey den ersten Vorschlagen, so die General-' staaten von.einer Allianz thaten im Jahr 1667,ließ der französische Staatsrath sein Absehen merken, sicheines Theils von den zehen Provinzen, im Namen derJnfantinn Königinn, zu bemächtigen. Die, in den py-renaischen Traktaten beschworne, Verzicht, war noch garzu neue, als daß man es hätte wagen mögen, derselbenNichtigkeit öffentlich zu behaupten; deswegen nahm manals den Hauptgrund der Rechte des Königs an, daß dasHeurathgur nicht bezahlet, und die Lehen, welche man fürAllodiaigüter angab, von der Natur und Beschaffenheitwären, daß sie nicht unter der Entsagung der Rechte aufdie spanische Monarchie begriffen seyn könnten. DieStaaten waren damals noch nicht zu einer Allianz mitFrankreich nachgedrungen, sondern konnten dein franzö-sischen Ministerium sein allerstärkstes Argument hinweg-räumen , wann sie entweder der Krone Spanien die hun-dert tausend Goldthaler, die sie nicht im Stande war zuErster Theil. Ff be-