Jahrhundert, XIII. Capitel. 47z
chelhaster Geschichtschreiber ö), war/ daß es'nun auf dieEntscheidung seines Glücks losgehe. Er hatte seinesOrts für viel dienlicher erachtet / in einer gänzlichen Ru-he zu verharren/ bis er von Lissabon Nachricht erhielte/um sodann diejenige Parthey ergreifen zu können/ die mitdemjenigen/ was in der Hauptstadt vorgegangen/ amvor-traglichsten wäre. Er hatte darauf gedacht / in ElvaSseine Sicherheit zu suchen/ wann der Ausgang nicht glück-lich seyn sollte. Er glaubte sodann sich noch gegen die An-klage / daß er Antheil an der Zusammenverschwörung ge-habt habe/ vertheidigen zu können. Es waren schon dreyTage verflossen / daß er König war; man hatte es ihmangezeiget; und er glaubte doch noch nöthig zu haben/seinen Marsch nach Lissabon zu verstellen / und eine Vo-geljagd vorzuschützen. Unter einem solchen Haupte/ sollteeinem eine Revolution als ein Wunderzeichen vorkommen/wann der Mangel an Muth / und an Erleuchtung / beywelchem diese Skaatsveränderung doch bestünde / nichtklärlich zeugte/ daß dieselbe lediglich der äussersten Schwach-heit der Spanier zuzuschreiben sey.
Johannes der IV ward also Herr von ganz Portugall/ohne die geringste That gegen die Unterdrücker desselbenverrichtet zu haben/ ausser daß er durch Versprechung undGeld / den Commendanten von der Citadelle St. Juanan der Mündung des Tagus gewonnen hatte. Er wur-de in denj Besitzthümern von den Indien/ welche die Hol-länder den Portugiesen noch nicht weggenommen hatten/als König erkannt und ausgerufen / ohne daß er deswe-gen seine Bothen dahin abgeschickt hätte. Nur allein ei-ne bezeigte Herzhaftigkeit und muthiger Entschluß konnteihm die Krone auf seinem Haupte bevestigen/ und für«in Meisterstück der Klugheit angesehen machen die schimpf-liche Furchtsamkeit/ die ihn zurückgehalten hatte/ mit denBefreyern Portugalls die Ehre und die Gefahr bey derUnternehmung zu theilen. Philip würde ihm mit Ver-
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Der Abt Verlor.