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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
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474 Staatsgeschichte von einem

gleichsvorschlägen zuvor gekommen seyn, wann er an derSpitze einer kleinen Armee erschienen wäre, und den Vor-satz gezeigt hatte, in Castilien einzubrechen. Aber er,.gleichsam als hätte er für sein sicheres Glück zu achten,wann die Spanier nicht kämen, ihn vom Throne gleich wie-der herunter zu stürzen, wartete bis seine Feinde ihre An-stalten gemacht und die gelegene Zeit, ihn anzufallen, er-wählet hatten, Man sollte sagen, er habe sich ein Ge-wissen daraus gemacht, seinem gewesenen Oberherrn denKrieg anzukündigen. Während siebzehen ganzer Jahre,blieb er nur auf die Vertheidigung gerichtet, welche durchdie wenigen Anfälle der Spanier zu einer wirklichenSchlafsucht wurde. Die Schwachheit und die Entkräf-tung seiner Feinde machte seine ganze Stärke aus. DieStaatsveränderung veränderte nichts als den Namen desBeherrschers von Portugal!; und wann die fremden Mäch-te keine Staatsursachen darunter gehabt härten, diese Zer-gliederung zu unterstützen, so würde Philip der IV, dender pyrenäische "Friede von seinen andern Feinden befreyethatte, wann er Portugal! wieder unter das Joch gebrachthätte, den Herzogen von Braganza ihre Empörung ha-ben verzeihen können, in Betrachtung der genauen Befol-gung aller Vorschriften , welche der madriter Hof immerseinen Vicekönigen ertheilet harte. Nach einer zwanzig-jährigen Freyheit regierten die nehmlichen Misbräucheund die nehmlichen Unordnungen, welche das spanischeRegiment verhaßt gemacht hatten, noch bey dem Finanz-wesen und übrigen Collegien der Regierung. Der neueKönig hatte die verloschene Nacheiferung in allen Stän-den des Staates nicht wieder erwecket; er hatte keineAufmunterung zum Fleiß, zu den Künsten, der Hand-lung und zum Kriegswesen gegeben. Ein unmenschli-cher Haß gegen die Spanier, machte, daß das Volk seinElend und seine Dürftigkeit ertrug. Der Adel genoßseine Schwachheit, gleich als ob dieselbe ihr rechtes Werkgewesen wäre; und der, mit einer weitschüchtigen Ver-bindung mit denen Mächten, die damals mit den Spa-niern