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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
Entstehung
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Jahrhundert, XVI. Capitel. 559

entschieden zu haben, was er sich für eine Frucht aus die-sem Zuge zu ziehen vorbehalten wollte. Als die Depu-tirten Audienz begehrten/ließ er seinen Staaksrath ver-sammeln , um über die Antwort, die er ihnen ertheilensollte, zu rathschlagen.

Hätte er die Provinzen erobern und zu seinem Kö-nigreiche schlagen wollen, so hatte er die andern europäi-schen Mächte und den Charakter der Holländer zu Ratheziehen sollen. Einige Betrachtungen über das, was dieseletztem gethan hatten, um sich von dc.n spanischen Jochelos zu maä-en, würden ihn von der Unmöglichkeit, sieunter seine Gewalt zu bringen, überzeugt haben. Da erdurch sein Geld mit so leichter Mühe die vornehmsten teut-schen Höse nach und nach auf ganz entgegengesetzte Ab-sichten hat lenken können, so hätte ihn dieses lehren sol-len , daß sie ihm niemals mit gutem Willen Eroberungenlassen würden, woferne er ihnen nicht die Erwerbung der-selben bezahlen würde, oder daß sie mehr gewinnen wür-den , wenn sie ihm dieselben wegnähmen. Hätte er dieRepublik zu Grunde richten wollen, so hätte er den An-schlag der Zertheilung ihrer Länder bekannt machen sollen;und der Rath des Turenne gab ihm das Verfahren an,welches fähig war, die Mächte, die keinen Theil daranhatten, zu nöthigen, daß sie es hätten billigen müssen»Arnaud von Pompone, damaliger Staatssekretär, stimm-te darauf, der Republik den Frieden auf solche Bedin-gungen zu schenken, welche zwar ihr das Vermögen, denAbsichten des Königes zu schaden, benehmen, aber dochauch die Hoffnung übrig lassen sollten, sich von ihremVerluste wieder zu erholen. Euer Majestät, sagte dieserweise Minister, können ganz ruhig von Seiten der Staa-ten, nachdem sie sich die Unkosten ihrer Kriegsrüstung be-zahlen lassen, ihre Truppen aus den Plätzen und Ländern,welche sie in den Provinzen besitzen, zurückziehen. Siekönnen ihre Armee wieder versammeln; und nachdem siedieselbe in dero Königreich zurückgeführt, können sie die ze-