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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
Entstehung
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Jahrhundert/ X vn. Capitel. 65 z

die Verbindung unter allen Feinden des Prinzen nurnoch vester/ und machten sie muthig/ seiner Hartnäckig-keit eine gleiche Hartnäckigkeit entgegen zu setzen. DieProvinz Utrecht schlug sich zu Holland und Seeland wi-der die Werbung; Geldern verlangte öffentlich, den Ueber-schufi über acht tausend Mann / die nach den Plätzen inden Niederlanden geschickt worden, zurücke zu berufen.Friesland und Groningen forderten den Prinzen auf,ihre Truppen zurücke kommen zu lassen. Oberyssel mel-dete , daß es zu dem nöthigen Beytrag kein Geld mehrum acht vom Hundert zu entlehnen bekommen könne.Endlich liessen auch die Amsterdamer, nachdem sie geäus-sert hatten, daß sie der Republik nichts mehr bezahlenwürden, die Arbeit in ihren Arsenalen und in ihren Zim-merpläßen auchören, aus Furcht, der Prinz möchte sichihrer Schiffe bedienen. Die heftige Leidenschaft fandauch unter dem Volke Platz. Vergeblich stellte Wilhelmdie Ordre zum Marsch der Regimenter. Die Schifferweigerten sich seine eigenen Garden nach Flandern über-zuführen ; und die Gewaltthätigkeiten, welche er zu ver-suchen wagte, hatten keine ändere Wirkung, als daß dieWidersetzlichkeit sich immer weiter ausbreitete und nurnoch hartnäckiger wurde.

Ein ungefährer Zufall verschaffte dem Prinzen dasletzte Hülfsmittel, wider welches der französische Gesandtealle seine Geschicklichkeit anzuwenden nöthig hatte. Inden aufgegebnen Schreiben eines Couriers von dem Ge-sandten , welchem Wilhelm über Bolduc hinaus das Fel^eisen hatte abnehmen lassen, fand sich eine umständlicheAnzeige, die der Graf an seinen Hof schickte, von allen 'seinen heimlichen Ränken, und von dem Zustande, wor-ein selbige die Provinzen setzten. Der Gouverneur derNiederlande, welcher so glücklich gewesen, den Schlüsselder verborgenen Schrift zu entdecken, hatte die Papieredem Statthalter zugeschickt, und dieser machte sich also-bald die Vorstellung, solches zu einer Gegenwehr gegen

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