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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
Entstehung
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§93

Relmzehen-es Capitel.

Augspurgische Ligue. Römische undcöümsche Handek. Rißwicki scherFriede.

§. i. Wie die Ligue angerichtet wurde.

V^i^ach dem Schluß des zwanzigjährigen Stillstandeswagte der französische Staatsrath eben denselbenFehler/ den er nach dem Schluß des nimwegischen Frie-dens mit der Republik zu Schulden kommen lassen. Inder Meinung / daß die Einwilligung der Staaten in Be-trachtung des von den Spaniern geforderten Äquivalen-tes die associirten Machte getrennet haben würde / fieng er/zwar nicht mehr über die Räumung der Plaße/ aber dochüber die Zurückziehung der französischen Truppen unnö-thige Händel an / indem er sie noch in den spanischen Län-dern stehen lassen wollte / bis der Hof zu Madrid seineBeftättigung eingesandt hätte. Das war ein offenbarerBruch der Zusagen / die man den Staaten im Namen desKöniges gethan hatte / die siebenzehen Provinzen in ei-ner vollkommenen Neutralität zu lassen / so bald sie nurselbst / neutral zu bleiben / versprochen haben würden. Aufdiese neue Losung zur Association war der König vonSchweden und der Churfürst von Brandenburg herzu ge-eilet / die Erneurung der Verbindung anzubieten; und dader Kaiser Spanien einlud / eine neue Protestation wi-der die Abtrettungen / die man dieser Krone abdrang/ein-zulegen / so kam es nur auf einen zweymonatlichen Soldan / dgß diese Krone / so erschöpft sie auch war / nicht diezehen tapsegd Mann/ deren Abdankung der Statthalter

Lx ; nicht