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sönlichen Werthes von den Hugenotten hoch verehrte Mutterdes Navarresen, plötzlich gestorben, an Gift, so hieß es.
Am Hochzeittage selber schritt der Admiral, statt derMesse beizuwohnen, auf dem Platze vor Notredame ingemessenem Gange auf und nieder und sprach, er dersonst so Vorsichtige, ein Wort aus, das in bittersterFeindseligkeit gegen ihn ausgebeutet wurde. „Notredame,"sagte er, „ist mit den Fahnen behängt, die man uns imBürgerkriege abgenommen; sie müssen weg und ehren-vollere Trophäen an ihre Stelle!" Damit meinte erspanische Fahnen, aber das Wort wurde falsch gedeutet.
Coligny sandte mich mit einem Auftrage nach Orleans,wo deutsche Reiterei lag. Als ich von dort zurückkehrteund meine Wohnung betrat, kam mir Gilbert mit ent-stellter Miene entgegen.
„Wißt Ihr schon, Herr Hauptmann," jammerte er,„daß der Admiral gestern meuchlerisch verwundet wordenist, als er aus dem Louvre nach seinem Palaste zurück-kehrte? Nicht tödtlich, sagt man; aber bei seinem Alterund der kummervollen Sorge, die auf ihm lastet, werkann wissen, wie das endet! Und stirbt er, was soll ausuns werden?" —
Ich begab mich schleunig nach der Wohnung des
C. F. Meyer, Novellen. I. 6