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Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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von Boccard, der bei Pfyffer geblieben war, den rechtenzu fordern.

In dieser kurzen Frist vernahm ich lauschend dierauhe, scheltende Stimme des Hauptmanns: „Euerfreches Stücklein kann mich meine Stelle kosten! Indieser Teufelsnacht wird uns hoffentlich keiner zur Redestellen, doch wie bringen wir morgen den Ketzer ausdem Louvre fort? Die Heiligen mögen mir's verzechn,daß ich einem Hugenotten das Leben rette, — aber einenLandsmann und Bürger von Bern dürfen wir vondiesen verfluchten Franzosen auch nicht abschlachten lassen,— da habt Ihr wiederum Recht, Boccard . . .

Jetzt ging die Thüre auf, ich stand in dem dunkelnGelaß, der Schlüssel wurde hinter mir gedreht und einschwerer Riegel vorgeschoben.

Ich durchmaß das mir von manchem Besuche herwohlbekannte Gemach, in quälenden Gedanken auf- undniederschreitend, während sich das mit Eisenstäben ver-gitterte, hochgelegene Fenster allmälig erhellte, denn derMond ging auf. Der einzige wahrscheinliche Grundmeiner Verhaftung, ich mochte die Sache wenden wie ichwollte, war und blieb der Zweikampf. Unerklärlichwaren mir freilich Pfyffers unmuthige letzte Worte; aber