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bringen und den wunderlichsten Tag seines Lebens ein-zuschläfern. Aber das gefährlichste Abenteuer desselbenwar noch unbestanden.
Aus dem von Hassan geöffneten Nebenzimmer klangein leiser Ton, wie ein tiefer Athemzug. Hatte die strei-chende Nachtluft die Falten eines Vorhanges bewegt oderwar ein Käuzlein an den nur halb geschlossenen Jalousienvorbeigeflattert?
Der Candidat hemmte seinen Schritt und horchte.Plötzlich fiel ihm ein, daß dieses nächste Zimmer, dasletzte der Fassade, kein anderes sein könne, als dieRäumlichkeit, welche der Schiffer Bläuling der Türkindes Generals angewiesen hatte.
Die Möglichkeit einer solchen Nähe brachte den un-bescholtenen jungen Geistlichen begreiflicherweise in diegrößte Angst und Unruhe, doch nach kurzer Ueberlegungbeschloß er, in die berüchtigte Kammer muthig hinein-zuleuchten.
Er betrat einen reichen türkischen Teppich und stand,sich zur Rechten wendend, vor einem lebensgroßen Bilde,welches von vergoldetem, üppigem Blätterwerk eingerahmtwar und die ganze, dem Fenster gegenüberstehende Wanddes kleinen Cabinettes füllte. Das Bild war von einem
C. F. Meher, Novellen. I. 12