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zurückkehren sollte. Zwei Pförtchen führten in zweiSeitengelasse. Das eine zeigte sich verschlossen. Das an-dere öffnend, stand ich in einer durch ein von Spinne-web getrübtes Rundfenster dürftig erhellten Kammer.Siehe, es enthielt die auf ein paar wurmstichigeBretter zusammengedrängte Bibliothek des Klosters.
Mein ganzes Wesen gerieth in Aufregung, nichtanders als Ware ich ein verliebter Jüngling und be-träte die Kammer Lydia's oder Glycere's. Mit zittern-den Händen und bebenden Knieen nahte ich mich denPergamenten und, hätte ich darunter die Komödiendes Umbriers gefunden, ich bedeckte sie mit unersätt-lichen Küssen.
Aber, ach, ich durchblätterte nur Rituale und Litur-gien, deren heiliger Inhalt mich Getäuschten kalt ließ.Kein Codex des Plautus! Man hatte wahr berichtet.Ein plumper Sammler hatte durch ein täppisches Zu-greifen den Hort, statt ihn zu heben, in unzugänglicheTiefen versinken lassen. Ich fand — als einzige Beute— unter dem Staube die „Bekenntnisse St. Augustin's",und da ich das spitzfindige Büchlein stets geliebt habe,steckte ich es mechanisch in die Tasche, mir, nach meinerGewohnheit, eine Abendlectüre vorbereitend. Siehe —
C. F. Meyer, Novellen. I. 10