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Briefe, dieser Jüngling habe es ihr angethan. Auch diejunge Prinzeß lernte frisch drauf los mit ihrem aufge-weckten Kopf und unter einem solchen Lehrer. Da er-tappte die Hofmeisterin eines Tages die gelehrige undphantafiereiche Christel, wie sie, in einem Winkel geduckt,sich im Stillen damit vergnügte, die Kugeln eines Rosen-kranzes von wohlduftendem Cedernholz herunterzubeten,an denen sie von Zeit zu Zeit mit schnupperndem Nas-chen roch. „Ein reißender Wolf im Schafskleide!" schriebdie brave Hofmeisterin mit fünf Ausrufungszeichen. „Ichschlug die Hände über dem Kopfe zusammen und wurdezur weißen Bildsäule."
Auch Gustav Adolf erbleichte, im Tiefsten erschüttert,und seine großen blauen Augen starrten in die Zukunft.Er kannte die Gesellschaft Jesu.
Der Jesuit war ins Gefängniß gewandert, und ihmstand, nach dem drakonischen schwedischen Gesetze, eineHalsstrafe bevor, wenn der König nicht Gnade vor Rechtergehen ließ. Dieser aber befahl dem Pagen umgehendan die Hofmeisterin zu schreiben: Mit dem Mädchenseien nicht viel Worte zu machen, die Sache als eineKinderei zu behandeln; den Jesuiten schaffe man ohneGeschrei und Aufsehen über die Grenze, „denn" — so