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Schweden, das eisige Land mit seiner Winternacht, vonwelchem sie hatte fabeln hören, dort sei der Eingang zumReiche der Larven und Gespenster! Besserung? Welcheausgesuchte, grausame Folter bedeutete dieses ihr unbe-kannte Wort? Ein evangelisches Weib? Was war das,wenn nicht eine Ketzerin? Und so sollte sie zu alledemnoch ihres bescheidenen himmlischen Theiles verlustiggehen? Sie, die keine Fasten brach und keine frommeUebung versäumte! Sie ergriff das Kreuz, das an demzerrissenen Kettchen niederhing, und küßte es inbrünstig.
Dann ließ sie die irren Augen im Kreise laufen.Diese blieben auf dem Pagen haften und Rachelustflammte darin auf. Sie öffnete den Mund, um denKönig, welcher sie des Ehebruchs geziehen, gleicherweiseeinen Ehebrecher zu schelten. Dieser stand ruhig beiSeite. Er hatte den Brief des Pagen in die Hand ge-nommen und durchflog denselben mit nahen Blicken.Seine aufmerksamen Züge, deren aus Gerechtigkeit undMilde gemischter Ausdruck etwas Majestätisches undGöttliches hatte, erschreckten die Corinna; sie fürchtetesich davor als vor etwas Fremdem und Unheimlichem.Das wildwüchsige Mädchen, welches jedes von einerfaßlichen Leidenschaft verzogene Männerantlitz richtig be-