68
nach mir umdrehend. „Jede Minute der Frist, die unsbleibt, ist kostbar und muß benutzt werden — nicht zumFechten, denn in der Theorie bist du unsträflich unddein Phlegma," hier seufzte er, „ist unheilbar. Es giebtnur ein Mittel dich zu retten. Wende dich an Unsreliebe Frau von Einsiedeln, und wirf mir nicht ein, duseist Protestant — einmal ist keinmal! Muß es sie nichtdoppelt rühren, wenn einer der Abtrünnigen sein Lebenin ihre Hände befiehlt! Du hast jetzt noch Zeit fiirdeine Rettung viele Ave Maria zusprechen, und glaubemir, die Gnadenmutter wird dich nicht im Stiche lassen!Ueberwinde dich, lieber Freund, und folge meinemRathe." —
„Laß mich in Ruhe, Boccard!" versetzte ich überseine wunderliche Zumuthung ungehalten und doch vonseiner Liebe gerührt.
Er aber drang noch eine Weile vergeblich in mich.Dann ordneten wir das Nothwendige für morgen under nahm Abschied.
In der Thüre wandte er sich noch einmal zurückund sagte: „Nur einen Stoßseufzer, Schadau, vor demEinschlafen!" —