Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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Gedanken mir im Auge las, „und bin's, wie mir dünkt,zur gelegenen Stunde."

Mit diesen Worten zog er mich in die Stube undGasparde folgte.

In dem dumpfigen Raume lagen auf einer Bankzwei betrunkene Kriegsknechte, Würfel und Becher nebenihnen am Boden.

„Auf, ihr Hunde!" fuhr sie der Hauptmann an.Der eine erhob sich mühsam. Er packte ihn am Armeund stieß ihn vor die Thüre mit den Worten: „Auf dieWache, Schuft! Du bürgst mir mit deinem Leben, daßniemand Passirt!" — Den andern, der nur einen grun-zenden Ton von sich gegeben hatte, warf er von derBank und stieß ihn mit dem Fuße unter dieselbe, woer ruhig fortschnarchte.

„Jetzt belieben die Herrschaften Platz zu nehmen!'und er zeigte mit einer kavaliermäßigen Handbewegungauf den schmutzigen Sitz.

Wir ließen uns nieder, er rückte einen zerbrochenenStuhl herbei, setzte sich rittlings darauf, den Ellbogenauf die Lehne stützend, und begann in familiärem Tone:

„Nun laßt uns plaudern! Euer Fall ist mir klar,Ihr braucht ihn mir nicht zu erläutern. Ihr wünscht