Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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verhärteten Freigeistes, es war ihnen eine ausgemachte,nicht anzufechtende Thatsache, daß ihn über kurz oderlang der Teufel holen werde — und dennoch waren sieherzlich erfreut, ja gerührt, ihn auf ihrem Kirchwegeeinherschreiten zu sehen. Sie erblickten in seinem Er-scheinen durchaus nicht einen Akt der Buße, denn sieliebten es nicht und hielten es für schmählich — hierinden griechischen Dramatikern ähnlich — wenn eine er-wachsene Person ihren Charakter wechselte; sie trautenes dem Generale zu, daß er konsequent bleibe undresolut ins Verderben fahre. Die Mythikoner faßtenvielmehr den Kirchgang des alten Kriegsmannes alseine Höflichkeit auf, als eine Ehre, die er der Gemeindeerweise, als einen öffentlichen Abschiedsbesuch vor seinemAbgänge ins Feldlager.

Das Grüßen nahm kein Ende und jeder Gruß wardvon dem heute ausnahmsweise Leutseligen mit einemNicken oder einem kurzen freundlichen Worte erwiedert.Nur ein altes Weib, das böseste in der Gemeinde, stießihre blödsinnige Tochter zurück, die den General angaffte,und raunte ihr vernehmlich zu: „Verbirg dich hintermir, sonst nimmt er dich und macht dich zur Türkin!"

Weniger erfreut über den Anblick des ungewohnten