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so kräftig gebildet wie die steinerne Herzogin, die Kapuzeder weißen Kutte über eine Last von blonden Flechtenund einen starken, luftbedürftigen Nacken zurückgeworfen.
Sie erhob sich, denn sie war, in sich versunken,meiner nicht früher ansichtig geworden, als ich ihrer,wischte sich mit der Hand quellende Thränen aus demAuge und wollte sich entfernen. Es mochte eine Novizesein.
Ich hielt sie zurück und bat sie, mir das Steinbildzu deuten. Ich sei einer der fremden Vater des Concils,sagte ich ihr in meinem gebrochenen Germanisch. DieseMittheilung schien ihr nicht viel Eindruck zu machen.Sie berichtete mir in einer einfachen Weise, das Bildstelle eine alte Königin oder Herzogin dar, die Stifterindieses Klosters, welche, darin Profeß thuend, zur Ein-kleidung habe schreiten wollen: das Haupt mit Dornenumwunden und die Schulter mit dem Kreuze beladen.„Es heißt," fuhr das Mädchen bedenklich fort, „sie wareine große Sünderin, mit dem Giftmord ihres Gattenbeladen, aber so hoch, daß die weltliche Gerechtigkeit ihrnichts anhaben durfte. Da rührte Gott ihr Gewissenund sie gerieth in große Nöthe, an dem Heil ihrer Seeleverzweifelnd!" Nach einer langen und schweren Buße