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Geschöpf, da es hier Profeß that, das centnerschwereKreuz spottend und spielend auf der schiefen Schulter trug.
Nun sage ich zur Mutter Gottes: „Willst du mich,so nimm mich! Obwohl ich — wenn du die Gertrudswärest und ich die Mutter Gottes — ein Kind vielleichtnicht beim Wort nehmen würde. Aber gleichviel —Handel ist Handel! Nur ist ein Unterschied. Der Her-zogin, von Sünden schwer, ward es leicht und wohlim Kloster; mir wird es darinnen wind und weh.Trägst du mir das Kreuz, so erleichtere mir auch dasHerz; sonst giebt es ein Unglück, Mutter Gottes! Kannstdu mir aber das Herz nicht erleichtern, so laß michtausend Male lieber zu meiner Schande und vor allerLeute Augen stürzen und schlagen platt auf den Boden hin."
Während ich diese schwerfälligen Gedanken, langsamarbeitend, tiefe Furchen in Gertrudens junge Stirn ziehensah, lächelte ich listig: „Ein behendes und kluges Mädchenzöge sich mit einem Straucheln aus der Sache!" Daloderten ihre blauen Augen. „Meint Ihr, ich werdefälschen, Herr?" zürnte sie. „So wahr mir helfe GottVater, Sohn und Geist in meinem letzten Stündlein, soredlich will ich das Kreuz tragen mit allen Sehnen undKräften dieser meiner Arme!" und sie hob dieselben