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Zum Dritten und Letzten stellte ich mich närrischfeierlich zwischen das wahre Kreuz und das Gaukelkreuzin seiner schlecht verschlossenen Kammer, und räthseltemit wiederholten Fingerzeigen nach beiden Seiten: „DieWahrheit im Frei'n, die Lüge im Schrein!" — huschund ich klatschte in die Hände: „Die Lüge im Frei'n,die Wahrheit im Schrein!"
Ich schickte einen schrägen Blick auf die im Halb-dunkel sitzende Novize, die Wirkung der drei Orakel-sprüche aus den Mienen der Barbarin zu lesen. Indiesen gewahrte ich die Spannung eines unruhigen Nach-denkens und das erste Wetterleuchten eines flammen-den Zorns.
Dann suchte ich meine Stube wieder, behutsamschleichend, wie ich sie verlassen hatte, warf mich an-gezogen auf das Lager und genoß den süßen Schlum-mer eines guten Gewissens, bis mich das Getöse derdem Kloster zuziehenden Menge und die mir zu Häup-ten dröhnenden Festglocken aufweckten.
Als ich die Sacristei wieder betrat, kehrte ebenGertruds, zum Sterben blaß, als würde sie auf dasSchaffst geführt, von einem wohl zum Behufe der un-redlichen Kreuzesverwechselung von Alters her einge-