Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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sein rechtes. „Die Gustel, der Wildfang, halb unsinnigund närrisch vor Freude, den König zu sehen, hatte mirden Federball ins Auge geschmissen, da gerade einTrompetenstoß schmetterte und sie glauben ließ, derSchwede halte Einzug. Aber redet, Vater —"

„Nach abgetragenem Essen bei den Früchten undKelchen erging ein Sturm von Jubel oben durch denSaal und unten über den Platz durch das Kopf an Kopf'versammelte Volk. Alle wollten sie den König sehen.Humpen dröhnten, Gesundheiten wurden bei offenen Fen-stern ausgebracht und oben und unten bejauchzt. Da-zwischen schreit eine klare, durchdringende Stimme: „HochGustav, König von Deutschland!" Jetzt wurde es mäus-chenstill, denn das war ein starkes Ding. Der Königspitzte die Ohren und strich sich den Zwickel. „Solchesdarf ich nicht hören," sagte er. „Ich bringe ein Hochder evangelischen Reichsstadt Nüremberg!" Nun bricht erstder ganze Jubel aus. Stücke werden auf dem Platzegelöst, Alles geht drüber und drunter! Nach einer Weiledrückt mich die Majestät von ungefähr in eine Ecke.„Wer hat den König von Deutschland hoch leben lassen,Leubelfing?" fragte er mich unter der Stimme. Nun

sticht mich alten betrunkenen Esel die Prahlsucht" —

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