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Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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hieß ihn seinen rothen Mantel umwerfen und — ineiniger Entfernung — folgen.

In dieser Stimmung befand sich König Gustav, alser die Beihälterin des Lauenburgers erblickte. Er maßdas Mädchen, deren wilde Schönheit ihm mißfiel undderen grelle Tracht feine klaren Augen beleidigte.

„Wer sind deine Eltern?" begann er, es verschmä-hend, sich nach ihrem eigenen Namen oder Schicksalzu erkundigen.

„Ein Hauptmann von den Croaten; die Mutterstarb früh weg," erwiederte das Mädchen, mit ihrendunkeln seinen hellen Augen ausweichend.

„Ich werde dich deinem Vater zurücksenden," sagte er.

„Nein," antwortete sie, „er würde mich erstechen."

Eine mitleidige Regung milderte die Strenge desKönigs. Er suchte für das Mädchen einen geringenStraffall. „Du hast dich im Lager in Männerkleidernumgetrieben, dieses ist verboten," beschuldigte er sie.

„Niemals," widersprach die Corinna aufrichtig ent-rüstet, „nie beging ich diese Zuchtlosigkeit."

„Aber," fuhr der König fort, „du brichst die Eheund machst eine edle junge Fürstin unglücklich."

Eine rasende Eifersucht loderte in den Augen der