Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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brach Ascanio in ein so lustiges Gelächter aus, daßer damit den Himmel entwölkte, wenn dieser heutenicht schon aus eigener Freude in leuchtenden Farbengeschwelgt hätte.

Ascanio versagte sich nicht das Tröpfchen zu fop-pen, schon um den lästigen Begleiter los zu werden.„Aermster," begann er, „du wirst die Zelle nicht er-reichen, denn, unter uns, im tiefsten Vertrauen, meinOhm der Tyrann hat ein begehrliches Auge auf dichgeworfen. Laß dir sagen: er besitzt vier Narren, denStoiker, den Epikuräer, den Platoniker, den Skeptiker,wie er sie benennt. Diese Viere stellen sich, wann derErnste spaßen will, auf seinen Wink in die vier Eckeneines Saales, an dessen Wölbung der gestirnte Himmelund die Planetenbilder prangen. Der Ohm, im Haus-kleide, tritt in die Mitte des Raumes, klatscht in dieHände und die Philosophen wechseln hopsend die Win-kel. Vorgestern ist der Stoiker heulend und winselnddraufgegangen, weil der Unersättliche viele PfundeNudeln auf einmal verschlang. Der Ohm hat mirflüchtig angedeutet, er gedenke ihn zu ersetzen, undwerde sich von dem Mönche deinem neuen Herrn alsErbsteuer dich, o Gocciola, erbitten. So steht es.