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v finden, daß er nicht die Wirklichkeit der Dinge sagendürfe, energisch und mitunter häßlich wie sie ist, son-dern ihr eine gemilderte und gefällige Gestalt gebenmüsse. So hielt er sich unwillkürlich in der Mittezwischen Wahrheit und schönem Schein und redeteuntadelig.
„Herrschaften und Standesb rüder," begann er, „derTod hat eine reiche Ernte unter uns Vicedomini ge-halten. Wie ich in Schwarz gekleidet vor euch stehe,trage ich Trauer um den Vater, drei Bruder und dreiNeffen. Daß ich, von der Kirche freigelassen, denWunsch eines sterbenden Vaters, in Sohn und Enkelfortzuleben, nach ernster Erwägung" — hier verhülltesich der Klang seiner Stimme — „und gewissenhafterPrüfung vor Gott nicht glaubte ungewährt lassen zudürfen, dieses werdet ihr verschieden beurtheilen, billi-gend oder tadelnd, nach der Gerechtigkeit oder Milde,die euch innewohnt. Darin aber werdet ihr einiggehen, daß es mir bei meiner Vergangenheit nicht an-gestanden hätte zu zaudern und zu wählen, und daßhier nur das Nächstliegende und Ungesuchte Gott ge-fällig sein konnte. Wer aber stand mir näher, als dieschon mit mir durch die trostlose Trauer um meinen