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Finger Dieser da zeugt ein anderer und zuerst gegebe-ner." Sie riß Antiope, welche ihr in wachsenderAngst und mit den stehendsten Geberden gefolgt war,hinter sich hervor und hob die Hand des Mädchens.„Den Ring hier hast du meinem Kinde vor nicht einerStunde auf der Brücke bei dem Florentiner an denFinger gesteckt!" So hatte ihr ein falscher Spiegelden Vorgang verschoben. „Ruchloser Mensch! Ehe-brecherischer Mönch! Oeffnet sich die Erde nicht, dichzu verschlingen? Hängt den Bruder Pförtner, derim Rausche schnarchte und dich deiner Zelle entspringenließ! Deinen Lüsten wolltest du fröhnen, aber dudurftest dir eine andere Beute wählen, als eine unge-recht verfolgte, rathlose Wittib und eine unbeschützteWaise!"
Die Marmordiele öffnete sich nicht und in denBlicken der Umstehenden las die Unglückliche, die einemgerechten Mutterzorne arme und schwache Worte zugeben glaubte, den hellen Hohn oder ein Mitleid an-derer Art, als sie es zu finden hoffte. Sie vernahmhinter sich das verständlich geflüsterte Wort: „Närrin!"und ihr Zorn schlug in ein wahnsinniges Gelächterum. „Ei, seht mir einmal den Thoren," hohnlachte
T. F. Meyer, Novellen. H. ^