Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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gung, welche aber in eine Geberde ausartete, die einergeöffneten, wo nicht hingehaltenen Hand zum Ver-wechseln ähnlich sah.

„Biete, Astorre!" sagte der Vogt mit dem Doppel-sinne: Biete die Hand! oder: Biete Geld und Gut!

„Herr," wendete sich jetzt der Mönch offen undedel gegen den Tyrannen, „wenn du einen Haltlosen,ja einen Sinnberaubten in mir erblickst, ich zürne dires nicht, denn ein starker Gott, den ich leugnete, weilich sein Dasein nicht ahnen konnte, hat sich an mirgerächt und mich überwältigt. Noch jetzt treibt ermich wie ein Sturm und jagt mir den Mantel überden Kopf. Muß ich mein Glück — bettelhaftes Wort!armselige Sprache! — muß ich das Höchste des Lebensmit dem Leben bezahlen: ich begreife es und finde denPreis niedrig gestellt! Darf ich aber leben und mitDieser leben, so markte ich nicht." Er lächelte selig.„Nimm meine Habe, Pizzaguerra!"

„Herrschaften," verfügte der Tyrann, „ich bevor-munde diesen verschwenderischen Jüngling. Unterhan-deln wir zusammen, Pizzaguerra. Du hörtest es: ichhabe weite Vollmacht. Was denkst du von den Berg-werken der Vicedomini?"