Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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Er steckte ihm sein volles Beutelchen zu. „Rasch! Peitsche!sage! Herr Fagon, seid gewiß, der Vater wird dem Ju-lian Gerechtigkeit verschaffen! O, er kennt die Jesuiten,diese Schurken, diese Schufte, und ihre schmutzige Wäsche!Ihn aber fürchten sie wie den Teufel!" Ich hielt esfür unnöthig, das rasende Kind weiter zu fragen, daer ja seine Beichte vor dem Vater ablegen würde, unddie fliegenden Rosse schon das schlechte Pflaster derVorstadt mit ihren Hufen schlugen, daß die Funkenspritzten. Wir waren angelangt und wurden sogleichvorgelassen.

Argenson blätterte in einem Aktenstoß. „Wir über-fallen, Argenson!" entschuldigte ich.

„Nicht, nicht, Fagon," antwortete er mir die Handschüttelnd und rückte mir einen Stuhl. „Was ist dennmit dem Jungen? Er glüht ja wie ein Ofen." „Va-ter —" „Halt das Maul! Herr Fagon redet."

„Argenson," begann ich, „ein schwerer Unfall, viel-leicht ein großes Unglück hat sich zugetragen. JulianBoufflers" — ich blickte den Minister fragend an —„Weiß von dem armen Knaben," sagte er — „wurdebei den Jesuiten geschlagen und der Knabe fuhr nachVersailles in einem Zustande, der, wenn ich richtig sah.