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Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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zurückbrachte. „Durchlauchtigster," verklagte er ihn, „ersoll auf Malmort bei der Richterin seiner Stiefmuttererscheinen, keiner Andern als die Dir den Brief ge-schrieben hat, und er will nicht. Sie besteht darauf,sich vor ihm zu rechtfertigen über das jähe Sterbenihres Gemahles des Comes Wulf."

„Jener?" besann sich der Kaiser. „Er hat mirund schon meinem Vater gedient und verunglückte imMischen Gebirge."

„Vor dem Kastell und zu den Füßen seines WeibesStemma, die ihm den Willkomm kredenzt hatte," er-innerte Gnadenreich.

Karl verfiel in ein Nachdenken. „Eben habe ichfür die Seele meines Vaters gebetet," sagte er. „Kind-liche Bande reichen in das Grab. Mich dünkt, Wulfrin,du darfst bei der Richterin nicht ausbleiben. Du bistes deinem Vater schuldig."

Wulfrin schwieg trotzig. Fetzt griff der Kaiserrechts nach dem Hifthorn, um die ganze Schule zu-sammenzurufen und ihr seine Befehle zu geben. Esmangelte. Er hatte es im Palaste vergessen oder ab-sichtlich zurückgelassen, um der Messe als ein Fried-fertiger beizuwohnen. „Deines, Trotzkopf!" gebot er