Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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verfolgen schien. Mit dem Krieger beuchte er sich nichtsgemein zu haben als den Helm, doch je länger er dasgemalte Mädchen beschaute, desto mehr begann es mitseinen braunen Augen und goldenen Haaren Palmazu gleichen. Um die Figur aber stand geschrieben:„Byblis."

„Erzähle und deute, Gnadenreich," bat Palma.Graciosus blieb stumm. „Nun, so will ich erklären.Das hier ist der Bruder auf Malmort, wie er an-fangs war und mich wegstößt."

„Das ist nichts für dich, Palma!" wehrte Gracio-sus ängstlich, „laß!" und er entzog das Buch ihrenHänden.

„Ihr seid beide langweilig!" schmollte sie. „Ichgehe lieber. Drüben am Hange sah ich blühende Rosenin dichten Büschen stehen. Ich will mir einen Kranzwinden," und sie entsprang.

Ein blendender Blitz fuhr über Pratum weg unddem Höfling wie Feuer durch die Adern. „Warumhast du ihr das Buch weggenommen?" fragte er ge-reizt.

„Weil es für Mädchen nicht taugt," rechtfertigtesich Gnadenreich.