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den Vater — wenn dieser zu erreichen sei — be-fragen und berathen müsse, ehe er sich anklage undsich richten lasse. Aber seine Ruhe war weg, seinGeist gespannt und er hörte kein Wort von dem, wasder Knabe unterweges plauderte.
Ebenso unruhig schritt Stemma hinter dem erhell-ten Fenster, das der Emporklimmende über dem Burg-felsen aufsteigen sah. Aus der Ferne und Tiefe warein Ton zu ihr hergedrungen, den sie haßte und densie vernichtet zu haben glaubte. Während ihr Kindauf dem Lager schlummerte, ging sie rastlos auf undnieder. Sie vergegenwärtigte sich Wulfrin, wie er vorKaiser und Volk eines seltenen, ja unglaublichen Fre-vels sich beschuldigte, und ihr wurde bange, daß sieund wie sie über ihn richten werde.
War es denkbar, daß sich die Natur so verirrte?daß ein so lauterer Mensch in eine solche Sünde ver-fiel? War es nicht wahrscheinlicher, daß hier Irrthumoder Lüge Bruder und Schwester gemacht hatte? Sohätte die Richterin ohne Zweifel geforscht und unter-sucht, wäre sie nicht Stemma und Palma nicht ihrKind gewesen. Aber sie durfte nicht untersuchen, dennsie hätte etwas Vergrabenes aufgedeckt, eine zerstörte