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Ulfilas
Ulfil as (oder wie dieGothische Form seines Namens lautet: Vulfila, währenddie gebräuchliche Form Ulfilas die Griechische Umschreibung seines Namensist), der Bibelübersetzer, ist 310 oder 311 geboren. Wahrscheinlich gehört er einer christ-lichen Familie aus Sadagolthina bei Parnassus in Cappadocien an, welche um 267von Gothen gefangen fortgeführt wurde. Jedenfalls wurde er unter den Gothen ge-boren und wuchs unter ihnen auf. Im Jahre 341 wurde er auf der Synode zu An-tiochia von Eusebius von Nikomedien zum ersten Bischöfe der Westgothen geweiht.Diese, meist Arianische Christen, wohnten damals nördlich von der Donau, von wosie Ulfilas im Jahre 348, als sie ihres Glaubens wegen von Athanarich verfolgt wur-den, über die Donau nach Mästen (bei Nikopolis am Hämus) führte, wo ihnen Kon-
stantins neue Wohnsitze angewiesen hatte. Im Jahre 360 war er auf einer Synode zuConstantinopel, wo er im Anfange des Jahres 381 (oder Ende 380) auch starb, alser dorthin auf Aufforderung des Kaisers Theodorsus sich begeben hatte. — 11l-filas soll die ganze Bibel mit Ausnahme der Bücher der Könige ins Gothischeübersetzt haben. Ob dies wirklich der Fall ist, muß zweifelhaft bleiben; jedenfallsgehört aber die Hauptmasse der jetzt noch erhaltenen Gothischen Bibelübersetzung ihman. — Ihm gebührt auch das Verdienst, aus den in seinem Volke gebräuchlichen Ger-manischen Runen und aus Griechischen Buchstaben ein Alphabet geschaffen zu haben,in welchem er seine Übersetzung niederschrieb.
Eine Seite aus dem (tocisx arZsutsim des Ulfilas, welcher jetzt auf der Universitätsbibliothek zu Upsala aufbewahrt wird.
Diese ehrwürdigste aller Handschriften der Germanischen Stämme ist auf Purpurpergamcnt mit silbernen und goldenen Buchstaben geschrieben und gehört wohl noch dem V. Jahrhundert an. Ursprünglich um-faßte sie ssv Blatt, jetzt sind nur noch 167 vorhanden, nachdem tv Blatt, welche in der Zeit von I8SI—I8S4 daraus gestohlen waren, 1857 von dein Diebe aus dem Todtenbette wieder zurückgegeben wurden. —Im XVI. Jahrhundert war die Handschrift noch im Küster Werden an der Ruhr, befand sich im XVII. im Besitze Kaiser Rudolfs II. in Prag, wurde 1618 von den Schweden von dort entfuhrt und kam inden Besitz der Königin Christine von Schwede», welche sie dem Niederländischen Gelehrten Jsaac Bassins überließ. Von ihm kaufte sie 1662 der Schwedische Gras de la Gardie für einige hundert Thaler, ließsie in massive» Silber einbinden (daher der Name Loäox nrxontons) und schenkte sie an Königin Christine zurück, welche sie der Universität Upsala überwies. — Der erste Abdruck dcS Loäox argoutous
wurde 1665 durch FranciScus JuniuS besorgt lsiehe Seite XIX).
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ip tkarsisaisis jab atlaildenn (die) Pharisäer und alle u
1 lluciaisis, mba ukta hvabauä bau-Äuden, wenn nicht oft (sie) waschen (die) Hän-
ciuus, ni matjauct, babauäaus
de, nicht (sie) essen, haltend
aiiatilti hiM siuistaiis, jab(die) Vorschrift der Ältesten und
ab umhin, uiba ciaupjaiiä, ui mat-von (dem) Markte wenn nicht sie sich waschen, nicht (sie) ess-
ü Mich jab auhar ist mauaZ Pn-eu, und anders ist mauigeS das
tei audusmuii du babau, daupei(sie) annahmen zu halten, Abwaschun-
bersetzung des Evangeliums des Marcus, Kapitel 7, Vers
uius stitcls fall aurbjs fall tra-gen (der) Becher und (der) Krllge und (der) Ke-
tilo fall liZi-s. hnhroli hau krs-ßel und (der) Lager. daraus dann frag-
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ten ihn die Pharisäer und die
1V botcai'jos: ciubvs Hai hipoujosSchriftgelehrte»: warum die Jüngerhsiuai ui MAKauci bi Hammel
deine nicht gehen (wandeln) nach (bei) (welchem) demjenigen waskulimii Hai siuistaus, ab uu- st aua-
liescrten die Ältesten, sondern (mit) un- st nber-
hvatiauaim baudmu matjauctgewaschenen Händen essen (sie)
klaik? ih is audbakjauds gahBrod? Aber er antwortend sprach15 du im: hatsi vaila praukstidazu ihnen: (daß) wohl prophezeieteUsaias bi iüvis Haus liutaus,
EsaiaS über euch die Heuchler,
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vairilom mib svsraih, ih baii'-
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(mit den) Lippe» mich ehrt, aber (das) Herz
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derselben fern hält sich (von) mir. Aber
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vergeblich mich (sie) verehren, lehrend