XII.—XIII. Jahrhundert.
23 -H
Heldensage, höchste Blüthe.
Burgundisch-gothischer Sagenkreis: „Nibelungen".
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a. Anfang der Nibelungenhandschrist X (Hohenems-MünchenerHandschrift).
Erklärender Abdruck zu a.
Uns ist in alten niarsn^ >vn»räsrs vil Zeseit^von lisläsn lodsbarii, ^ von Arorrsr oliünlieit,von Iröcksn,^ IiooliAsritsu; ^ von ivsineir. nncks von lclaKSn
von oliü nsr 6 rsolisii 6 strits' innZst b ir" nu rviincler liören
Dr ivülis u in LnrAoncken ein soliöns inaAsäin," ssaAsn.äar in allen lancksn nilit soliönsrs inolits sin:"Oliriemliilt rvas^ si gslisirrsii nnclö rvas^^ ein soliöne rvip,"ckarninbs inüssn^ cksASne^ vil Verliesen" äsn lixftbNsr ininnsoliliolisn msicks" traten ivol Zsrain^lin innts^ Irünsrb rselesn;b nieinsn^ rvas" ir^ Avain,ans^ inarsn soliöns so ivas^ ir» säel lip,^clsr jnnolilrölvsn" tnASnäe risrtsn ancksrin?- ivip?6Ir" xlilaASn^l ckri^ knniM säsl nncks riolt,duntlisrs nncks Osrnot äis rsoLsn lodsliolrnncks Oisellrsr cker fnn^s sin nrsrivsltsr^ cksAsn.^ckiu Irorvs ivas " ss § v-sster; äis lurstsn lrstsns 6» in ir
xilsAsn.
1 Erzählungen 2 gesagt s lobwnrdigen 4 Freude. s Feste»
6 kühner Recken 7 Streit 8 könnt 9 ihr 1» wuchs ii Jungfraulein12 sein i s war 14 Weib 15 mußten 16 Held(en) 17 berlieren IS Leib(Leben) IS Jungfrau 20 liebe» 21 ziemte 22 im Herzen 2.1 Nie-mand 24 ohne 25 andere 26 Weiber 27 ihrer pflegten, für sie sorgten28 drei 2g mächtig 30 »Erwählter SI Frau S2 ihre SS hatten sie inihrer Pflege.
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S. Ende der Nibelungenhandschrist 2^. (Hohenems-Münchener-Handschrift).
Erklärender Abdruck zu L.
Oin^ vil 2 iniolisl^ srs^ rvaL^ cka AslsZsn tot.ckis 1ints° beton alls famsr unck not.init lsicktzb rvar^ vsrsuLotO ckss IrnniAss lioliriit,"als " is » ckiu lisbs lsicks rr rs " alle,-» zunAists Zit.»
loli onobkln^ iu^ nibt dssolisiäsn, rvas sicksr^ äa Kssoliaoli; ^rvan"> ritsr nncke vrorvon^ rvainsnu nran cka saoli,rrckarrü äis säsln olinslits ir^^ lieben triuncks^r tot.bis bat ckaii iner 2 s ein enäs: ckitrs 2 ° ist cker «stbelunZs not.
1 die 2 sehr S große 4 Ehre 5 war 6 Leute 7 hatten 8 Leidg beendet 10 Fest 11 wie 12 immer 18 zu allerletzt 14 gibt 15 kannnicht 16 euch >7 ferner, nachher 18 geschah ig als daß 20 Frauen21 beweinen 22 sah 2S ihrer 2t Freunde 25 Erzählung 26 dies.
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ck. Aus der Nibelungenhandschrist L (St. Galler Handschrift).
Aarncke 5, 2—7.
Erklärender Abdruck zu ck.
Uii ivas^ er in cker stsrobs,^ ckar er rvol uaksn^ trüobi->sivss^ er äar 211 ^ bsckortts, ckss lnA an iiu^ Asnüob.er bsAiincks" init sinnen ^ rverbsnb soöninl" vviu,cki traten" ivol init ersn" ckss ebünsu Livriäss lip."
Oo bisr sin vater LiMinnt ebnncken" sinsn^ ins. 11 ,^er tvoläs bobAsoits" uiiß lisbn vriivsncksn'b banädckiu nulsrs^o nilln cko kürtest in ancksr obunsKS^ lnuß.äsn vrsincksn nuck äsn einnicken gab er ross unck xat Aivarrt.
8lva^^ Ulan vant^° cksbeineu^b stgr ritsr solts sin^^von art^^ cker sinsn intiAs^b ckiu^" säsln binckelinckin^o lackst uuin rü ckeiu lancks änrbbt boliZseit:"init ckeiu stinASii biinsAS sivert §snanisni>2 zs sit.ssVon cksr bobAsoite inan mobts rviincksr saZu.
LiAllinnt nncks LiAlint cki inobtsn rvol bsfaAN^^
mit AÜts^ iniobsUb srs^l <les teilte vil ir->^ baut.
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Vier bniicksrt sivsrtcksAens" cki solcksn traAN^ oblsit^mit samt^ Livricks. vil manecb seäniu meit-''von lverebs" >vas" vninürsob.b" rvan u si ini.32 ivaren bolt.vil cksr sckslsn steine ckis tröiven33 leiten in ckar Zolt,
Ois si mit xortsiVs ^voltsn iluirebeiibs ük ir vvat^äsn fiiiiAsn stolrsn rsobsn: ckes ds nsivas^ nibt^s rirt?s
cker ivirt cker bis^ cko sickeln^ vil maiiSAii bb obänen man,es 6> einen siineivencksii62 d^ss ^,^61 znn66 givrick rvol ritsrs
nanin66 Asivan.
1 war 2 Stärke, Alter S Waffen 4 trug 5 alles was er dazu 6 ihm7 begann s Verstand g werben um 10 schöne 11 liebten 12 Ehren iz Leib,— Siegfried 14 künden, meiden 15 seinen 16 Mannen 17 Fest 18 Freunden19 haben, halten 20 Nachricht 21 führte, brachte 22 Könige 23 Bekannten 24 woimmer 25 fand 26 irgend einen 27 sein 28 Art, Geschlecht 29 Verwandten so die81 wegen, um 82 nahmen 33 nachher 34 erwerben 85 mit Gut, durch Vertheilungbon Gaben 36 große 87 Ehre 38 ihre 39 deshalb 40 sah 41 Werthen, edeln 42 zuihnen 43 reiten 44 Schwerthcldcnz Knappen, welche auf der Schwcrtnahme das Schwertals Zeichen der Ritterschaft erhalten 45 tragen Kleid, erhalten Ritterrüstung 46 zu-sammen mit 47 Jungfrau 48, 49, 50 von Arbeit war nnmnssig, war steinig bei derArbeit 51 denn 52 ihm 53 Frauen 54 legten Flickten) 55 Borten 56 wirken, nähen57 Gewandung 58 dafür war keine Abhülfe, es mußte so sein 59 Sibe errichten für
60 manchen 61 zu 62 Sonnenwende 63 dort 64 sein 65 Sohn - 66 Namen.
Das Epos von den Nibelungen istuns in zehn vollständigen Handschriften er-halten: von achtzehn anderen sind Bruch-stücke vorhanden. Die bedeutendsten derHand-schriften sind die von Lachmann mit il., L, 6bezeichneten; um sie gruppieren sich im wesent-lichen die anderen.
V („Nibelungen-Not") ist die Hohen-ems-Münchener Handschrift, Perga-ment, Folio, .zweispaltig, von zwei Händen,nach Schmeller um 1280 geschrieben, seit 1810in München (6Zm 84). — ö („Nibelungen-Not")istdieSt. GallerHandschrift, Per-gament, in Folio, zweispaltig, von einer (?)Hand um die Mitte des XIII. Jahrhundertsgeschrieben. Sie kam in der Mitte des XVI.Jahrhunderts aus dem Besitze des Geschichts-schreibers Äg. Tschudi in die Stiftsbibliothekzu St. Gallen (Nr. 857). — 6 („Nibelungen-lied") ist die Hohenems-LaßbergischeHandschrift, Quart, Pergament, ohne Ab-setzung der Verse, von einer Hand gegen denAnfang des XIII. Jahrhunderts geschrieben.Diese älteste, bis auf sechs Blätter voll-ständige Handschrift ist seit 1855 auf derfürstl. Fürstenbergischen Bibliothek zu Donau-eschingen (Nr. 63). — KarlLachmann nahman („Über die ursprüngliche Gestalt des Gedich-tes von derNibelungen-Noth", 1816), Xbieteden ältesten, weil kürzesten Text, und schälteaus X zwanzig einzelne Lieder heraus, welcheer für die echten Lieder von der Nibe-lungen Not erklärte. — A. Holtzmann(„Untersuchungen über das Nibelungenlied",1854) erklärte 0 als die älteste Handschrift,auch für diejenige, welche den ältesten und ur-sprünglichsten Text böte. U sei verkürzenderAuszug aus 0, X wieder überarbeitete Kür-zung aus 8. — Unabhängig von Holtzmannkam Friedr. Zarncke zu denselben Ergeb-nissen („Litter. Centralblatt", 1854, Seite155; „Zur Nibelungenfrage", 1854). — DerHandschrift 8 wird der Vorzug eingeräumtvon K. Barisch („Untersuchungen über dasNibelungenlied", 1865); er kommt zu seinenResultaten namentlich durch Untersuchungder Reime. Nach ihm ist das Nibelungen-lied gegen 1150 verfaßt, gegen 1170 zumersten Male umgearbeitet. Diese beidenFassungen sind verloren. Unabhängig voneinander unterwarfen um 1180—1200 zweiDichter die verloren gegangene Fassung einerUmarbeitung: diese beiden Gestaltungen sinduns erhalten in L und 0. Zur Gruppe 6 ge-hört auch die auf keinem selbstständigen,kritisch wichtigen Texte beruhende HandschriftX. 6 steht der ursprünglichen Fassung ferner,8 näher. — Die Ansichten, ob man einenVerfasser oder mehrere annimmt, ebenso dieMeinungen über die Zeit der Abfassung sindabhängig von dem Werthe, welchen nian deneinzelnen Handschriften beilegt. — Der vonKürenberg (siehe Seite 21) ist von ver-schiedenen für den Verfasser des Nibelungen-liedes gehalten; aus der Sprache der älte-ren Handschriften ist Wohl als sicher anzu-nehmen, daß die Heimat des VerfassersÖsterreich (Steiermark) ist. — In denHandschriften ist ein in zweizeiligen Reimenabgefaßtes Gedicht den „Nibelungen" ange-hängt: die „Klage". In diesem Gedichtewerden die gefallenen Helden von den über-lebenden nach Art der altgermanischen Todten-klagcn beklagt. Auch über dieses Gedicht, seineEntstehung und Zusammenhang mit demNibelungenliede gehen die Ansichten sehr aus-einander. — Einzelne Stellen des Nibelun-genliedes wurden zuerst von Bodmcr her-ausgegeben: „Chricmhildcn Rache und dieKlage", 1757. Die erste vollständigeAusgabe veranstaltete der Professor am Jo-achimsthalschen Gymnasium zu Berlin, C.H.Myller 1782: „Der Nibelungen Liet".
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0. Anfang der Nibelungenhandschrist L (St. Galler Handschrift).Erklärender Abdruck zu o.
lsts rvnlis istn UnrAoncksn ein vil eckßl inllAeckin,2ckar in allen lancksn uiliß solionsrs inolits sin,
Olirisiniiilt Aslisirsn: si ivart ein ssöns -n-ip.
ckar ninbe innsen cksAsne vil Verliesen äsn lip.
Ir ptlaKsn ckris leniiSAS säet. nncke rioli,
Onntlisr nncks 6srnot, cki rsolisn lobslioli,
nncks Oiseltisr cker stinke, ein nrsrivsltsr cksAN.
ckin Irüvvs ivas ir sivsstsr: cki lurstsn lietens in ir püeAii.
Di lisrrsn rvarsn inilte? von arcks-> bolis erliorll,6init oliralt nnmä2sn6 olitlns, cki rsolisn iweroliorn."cka 2sn6 UnrAoncksn so rvag O ir^6 lant Asnant.si Iruintsn" staroliir ivnncker- sit>3 in lÄsIen lant.
1 diese Worte sind ausgelassen. Sie sollten jedenfalls vom Rnbricator in farbiger Schrift »ebendie, im Originale, farbige Initiale n geschrieben werden. 2 Worterklärnng zu Strophe 1 und 2 siehebei Handschrift -4. Strophe 1 und 2 . 8 freigebig 4 Art. Geschlecht 5 geboren 6 ungemessen7 auserkoren 8 zu den 9 war 10 ihr 11 vollführten 12 später.
e. Aus dcr Nibelungenhandschrist ü (St. Galler Handschrift).
Zarncke 332, 7. 363, 1 .
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Erklärender Abdruck zu e.
micksliraut mit rorns rn (lrisinliilcks spranoliLer slnoli^ clsr eliünsAinus einen sivasren^ sivertsivancliZia^ Ist o ^.7 svrAtz von llilcksdrancktz ws-?
iva^ inolits si Aslieltlsn^ dar si ^rörliolisn" slirs?"
Do ivas^ AslsiiMt" aller cka clsr veiZen^ lch ZO
rs stnolisii rvas^ Aslioiven" cko ckar ecksls ivip.
Oistsrioli nnck Losl rveinsn cko dsAan,si olila^tsn iniieoliliolis bsicks inags^ nnck maii46
1 sprang 2 schlug 3 schweren, gewaltigen 4 Schwcrthicb 5 wahrlich 6 that 7 ihr8 die 9 weh 16 helfen I I sehr laut 12 schrie 13 war 14 lang ausgestreckt 15 der z»mTode bestimmten 16 Leib 17 zerhauen 18 Verwandte 19 Mannen, Vasallen