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XIII. Jahrhundert. Spätere Minnesänger.
König Konradin (1252—1268); Ulrich von Achtcnsteill ((um 1200) bis 1275 oder 1276).
Ulrich von Lichtenstein.
Miniatur aus der Pariser Liederhandschrift. Verkleinert.
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Eine Strophe aus Ulrichs von Lichtenstein„Frauenbuch".
Ambraser Handschrift, fol. 220 zweite Spalte. (Lachmanns AusgabeSeite 596.)
Erklärender Abdruck derselben.
Hebe kraiv, ir babt das rvar,^nnns srvindet übel bin «las sar,rvir rverden selten krsudsnreiok,ivir leben laidsr saemnierlsiob,tranren in clss bertrsn ^runcltnnns bat Asbaiisst, daist ^ nrir bnnt,ivir ivsrden selten z-nimsr kro,clsr innt nnns stet otkt nnbo,^man siobt? nnns okkt in sorgen leben,tranrsns bort^ ist nnns AeZebsn,nnns siebt? n^einant ivol^smüt.
1 — habt hierin Recht S das ist S unhoch 4 sieht S Fülle.
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Ulrich von Lichtenstein, der Ton Quijote des höfischen Minnedienstcs, ist gegen 1200 aus dem Steiermärkischen Geschlechteder Herren von Lichtenstein geboren, lernte dichten am Hofe des Markgrafen Heinrich von Jstrien, wo er erzogen wurde, kehrte 1219nach Steiermark zurück und ist im Laufe feines langen, am 26. Januar 1275 oder 1276 beschlossenen Lebens in seiner Heimat insehr einflußreichen Stellungen in Krieg und Frieden thätig gewesen. Fast unglaublich klingt es daher, wenn der in weltlichen Geschäftenerfahrene, nüchtern überlegt und entschlossen handelnde Mann die Ideale einer nur in den Büchern lebenden Ritterwelt zu verwirk-lichen und noch zu überbieten sich bemüht. So turniert und tjostet er, kleidet sich als König Mai (1224), durchzieht als Frau Venusverkleidet (vorn 25. April bis 80. Mai 1227) vorn Venediger Gebiete aus die Lande und macht 1240 eine ähnliche Fahrt im Gewände
des Königs Artus. Und das Alles unternimmt er, derGatte und Vater, für eine ungenannte Herzcnsköni-gin, die ihn schließlich schnöde abweist, worauf er sichin den Dienst einer andern Dame stellt. Was ersonst noch im Minnedienste leistete, wie er sich einenFinger abhauen, eineHasenscharte operierenließ, seiner DameWaschwasser trank, istirflseinem 1255 verfaß-ten „Franendienst"vonihmniedergeschrie-ben, in welches aberauch einige wirklichschöne Minneliedcr ein-gestreut sind. Ein ande-res Werk ist sein 1257geschriebenes Gedicht„Frauenbuch".
Konradin, KönigKonrads IV. Sohn,geb. 25. März 1252auf Schloß Wolfsteinbei Landshut, Königvon Jerusalem undSicilien, Herzog vonSchwaben, wurde,nachdem er die Schlachtvon Tagliacozzo (23.
August 1268) gegenKarl von Anjou ver-loren und auf derFlucht (im September)in Gefangenschaft sei-nes Gegners gerathenwar, am 29. October1268 in Neapel ent-hauptet. — Die Au-torschaft der unterseinem Namen über-lieferten Lieder ist ihm,wohl mit Unrecht, ab-gesprochen.
Grabstein Ulrichs von Lichtenstein mit derInschrift: HIN ULIIVUUI6H. VI8U8.LOV8U8 . UUL1MU . L1!M.
Er wurde wieder aufgefunden im Jahre l87l im Pfarrgar-tender Pfarrkirche St. Jacob, welche der Lichtensteinischen BurgFrauenburg gegenüber liegt. Er hatte hier als Treppenstufegedient. Das Wappen (zwei schrägrechte Balken) ist das derSteierischen Lichtensteine; die ältere Schrift des Steines istaltr'ömisch. — Aus dem 19. Hefte der „Mivbeiluugen desHistorischen Vereins für Steiermark" (1871, Abhandlung desHerrn L. von Beckh-Widmanstetter.)
König Konradin.
Verkleinerte Miniatur der Pariser Liederhandschrift.
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Minnelied König Konrad ins
Aus der Pariser Liederhandschrift.
Eigenhändige Unterschrift König Konradins unter einer der Stadt Pisa verliehenen Urkunde
vom 14. Juni 1268.
Nach dem im Staatsarchive zu Pisa aufbewahrten Originale. Die Unterschrift lautet: r Nos. 6b(an,'allinns) seennllns tloigraii« llornsalem et Kioilis ilsx «lax Jivevio. (Konrad der zweite von Gottes Gnaden von Jerusalem und Sicilien König,Herzog von Schwaben.) Die Unterschrift setzt sich noch fort: saxorsoribta mann xropria oonürivavit. — Dieses ist die ältesteerhaltene eigenhändige NamcnSunterschrist eines Deutschen Dichters.
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Erklärender Abdruck von König Konradins Minnelicde.
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8ivanns" ieb niiob von der liebe» seliside,
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das ioli es is mit ir bsAan.
ioli sniveis niolit,^ krorvs," iv «2 inimne sint,
iniob lat^ dü liebe ssrs snAsltsn,w
das iob der iars bin ein lrint.
Ig vnveis nicbt — weiß nicht 14 Frau IS läßt 16 entgelten.
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