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XIII. Jahrh., zweites u. drittes Viertel.
Erzählung: Der „Striker"; „Wernher der Gärtner".
Erzählung, Lyrik.
Lyrik: Der „Marner"; Der „Tannhäuser".
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Aus der fürstl. Starhembergischen, jetzt in Effcrdiug (früher in Riedegg) aufbewahrten Handschrift von Strikers
„Pfaff Amis".
Handschrift aus dein Ende des XIII. Jahrhunderts.
Erklärender Abdruck zu Strikers „Pfaff Amis". (Amis lehrt seinen Esel lesen.)
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nnä lisr in nis ive/'äsn sät."vitr tst äs»' xiratks ninbs änr,änr sr äis blsttsr ässts bar"Oelsrnäs vsrksn ninbs:"
als äanns äer tnmbs/-bvisobsn sinsm blat uins" vnnt,so ivork sr ninbs rsbant"
Lin anäsrr, nnä subts äa,
nnä subts absr" anäersvva,"
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so stät^' äsr ssel nnck lasIn äsin bäsbs nnr^^ an äis stautäar im" äis lists^^ ivräsn^ obünt^°Vis sr äsn babsrn är^ Asvvnn.
äar trsibs sr rallsn ritsn anLsiäin vrn uncü Spats,
nur" sr vol Zslsrnst bstsDar snslbs blat ivsrksn ^ar?b
- 1 als 2 von bannen s lam 4 nahmS verhehlte, verbarg S schlecht erhalten 7 holte8 legte S ihn 10 schüttete 11 ihm IS jedemi s satt 14 besser 15 werfen »mbe: umblätternlk nichts I? alsbald IS abermals 19 anders-wo 20 nicht war 21 statt stnaä — stand22 bis 23 Listen, Künste 24 wurden 25 kund2I> aus 27 sriih und spät 28 gänzlich.
Erklärender Abdruckzu Strikers Gedichte „Karl der Große".
lob ban Asmsrebst sinsn list:*sivar? jn Nss mannss bsrrin ist,äar ivir äa bairrin äsn müt,sr si nbil oäir Ant,
(ä)sn tät sr rstsliobsi'S stäntmit solbsn äingsn obnnt,äar man ivol borgt oäsr siobt/ivar lobss im^ sin berrs ^ibt.^äa bi bseiisnns iob äiobs^ vol,ivis lob äsn man babin sol.saA iob von sinsm biäsrbsm man,mit ivslbin äinAsn sr Asvan,äar man in lobst so Zrore.
1 Weißheit 2 was S ea otoliobsr — inmancher 4 sieht s ihm 6 zuspricht, beilegt7 oft.
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Anfang von dem Gedichte Strikers: „Karl der Große".
Nach der Vatikanischen, dem letzten Drittel des XIII. Jahrhunderts angehörenden Pergament-Handschrift (6oä. 6krist. 1208).
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Erklärender Abdruckzum „Meier Helmbrecht".
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äas masrs snob niobt bstrsuASt,
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naob äsr sebaitsl ASASN äsm obopts. . .
1 dessen Sohn 2 Erzählung s begonnen4 wie 5 beide 6 künde 7 Haube, Kopf-bedeckung (in der Erzählung folgt jetzt die Beschrei-bung der kostbar gestickten Haube des Bauernsohnes)
8 verfertigt 9 Wähnen, Vermuthen 10 ge-ringeltem Kopfhaare.
Vers 21—34 aus dem „Meier Helmbrecht", der ältesten DeutschenDorfgeschichte. Von Blatt 225 ", Spalte II der Ambraser Handschrift.
Verfasser ist Wernher der Gärtner, ein Baier, welcher in der Mitte des XIII. Jahrhundertsdichtete. Über seine Person ist noch nichts Sicheres ermittelt.
Der Striker, unter welchem Namen sich ein ÖsterreichischerDichter bürgerlichen Standes versteckt, über welchen nichts Näheresermittelt ist, dichtete im zweiten Viertel des XIII. Jahrhunderts. Erverfaßte den Artusroman „Daniel von Blumenthal", die 12 Schwankevom „Pfaffen Amis", dichtete das „Rolandslied des Pfaffen Konrad"(siehe Seite 16) in moderne Reimpaare um („Karl der Große").Außerdem verfaßte er eine Reihe kleinerer Novellen, Fabeln (Bei-spiele), Satiren.
Der Manier.
Verkleinerte Miniatur der Pariser Liederhandschrift. Über die Person dieses vielseitigen,lateinisch und deutsch dichtenden Schülers von Wälther ist auch nichts Sicheres bekannt.Er dichtete etwa bis 1270 und ist einer der bedeutendsten Lyriker unter den Epigonen derklassischen Zeit.
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Der „Tannhäuser".
Verkleinerte Miniatur der Pariser Liederhandschrift. Der „Tannhäuser" gehörte dem Salz-bnrgischen Geschlechte von Tanhusen an, nahm an einem Kreuzzuge (1228 ?) Theil, wurdeviel in der Welt umhergeworsen, war am Bairischen und Österreichischen Hofe, hatte viel-leicht auch zu Konrad IV. und Konradin Beziehungen. Seine guten Verhältnisse, die ihmgestatteten, ein üppiges Leben zu führen, schlugen in das Gegentheil um. Er läßt sichbis etwa 1270 verfolgen. — In seinen Liedern verspottet er vielfach die übertriebenenForderungen, welche der Minnedienst an einen liebenden Ritter stellt, und die französischeSprachmengerei des feinen Hoftones. — Seine Schicksale waren wohl die Grundlageder späteren „Tannhäusersage" (siehe Seite 77).