XIII. Jahrhundert (bis um 1287).
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Konrad von Würzburg.
Konrad von Würzburg, vermuthlich also ein aus dieser Stadt stammender Bürgerlicher, ist in Basel wohnend nachweisbar,kam von dort nach Straßburg, wo er am 1. Juni (nicht am 31. August) 1287 starb. Konrad schließt sich am meisten noch an Gott-fried von Straßburg an. Er dichtete weltliche und geistliche Lieder, Fabeln, die Legenden „Alexius", „Sylvester", bearbeitete dieälteren Sagen „Engelhard", „Kaiser Otto", den „Schwanenritter". Das Gedicht„Die goldene Schmiede" feiert die Jungfrau Maria,„Der Welt Lohn" predigt Abwendung von der Frau Welt, die „Klage der Kunst" behandelt ein oft (noch von Hans Sachs) bear-beitetes Thema über die schlechte Belohnung, welche derwahren Kunst zu Theil wird. „Partenopier und Meliur"ist ein Ritterroman nach Französischem Vorbilde; seinumfangreichstes Werk ist der fast 60.000 Verse enthaltende,namentlich nach dem Werke des Benoit de Samte Morebearbeitete „Trojancrkrieg".
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Aus Konrads „Trojanerkrieg".
Vers 2M8—2630. Aus der Rede der Pallas an Paris, als er ent-scheiden soll, welche der drei Göttinnen den Apfel als Preis der Schönheiterhalten soll. — Von den zwei Doppelblättern der ältesten jetzt noch er-haltenen und dem XIII. Jahrhundert angehörigen Handschrift dem 5153-der Münchener Bibliothek.
Erklärender Abdruck zum „Trojanerkriege".
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Meister Konrad von Würzburg.
Verkleinerte Miniatur der Pariser Liederhandschrift.
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Aus der „Goldenen Schmiede", einem Lobgcdichte aufdie Jungfrau Maria.
Heidelberger Pergamenthandschrist Nr. 341, zweispaltig in Folio, geschriebenum die Mitte des XIV. Jahrhunderts. — Vers 1182—1201 der zweitenAusgabe vom W. Grimm 1840.
Erklärender Abdruck zur „Goldenen Schmiede".
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Vers 1—33 vonKonrads vonWürzburg Ritterromane„Partenopier".
Nach dem einzig vollständigen Exemplare der fürstl. Starhembergischen Bibliothekzu Efferding (früher in Riedegg, Blatt 55 o). Die zweispaltige Papierhandschriftin Folio ist 1471 von H. Wincrler in Hallstadt beendet. Sie giebt Sprache undMetrik Konrads durchaus modernisiert wieder und hat viele sinnentstellende Lese-fehler und Auslassungen. — Konrad schloß sein Gedicht „Partenopier und Meliur"im Jahre 1277 ab; es ist nicht vollständig, ebenso wie es seine Französische Quellenicht ist, das im Anfang des XHI. Jahrhunderts verfaßte Gedicht „Partenopeusde Blois" des Tenis Piramus. Heinrich Marschant diente Konrad bei seiner Über-setzung als Dolmetsch; der Baseler Patricier Peter der Schaler lMe ihn zu dieserdichterischen Arbeit veranlaßt.
1 statt: minsr — meiner 2 Weisheit 3 Wunder 4 wenn dumir hier im Rechte beistehst 5 läßt 6 Sieges 7 Preis 8 weife9 verständig.
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Gany lusiig vnd kurywciligzu läsen.
Vormals nie im Arurk außgangem
Gedruckt;» Franckfure anrMapn/
»1. O. I^XXIIl.
Titel von Konrads von Würzburg „Engelhard". Gedruckt inFrankfurt am Main durch Kilian Hahn 1573.
Nach dem Exemplare der Göttinger Bibliothek. — Diese Erzählung Konrads ist nur indiesem Drucke erhalten.
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Holzschnitt von Hans Brosamcr aus dem „Engelhard"von 15 73.
Von Blatt lv: „Dieterich und Engelhard begegnen sich im Walde." —Dieser Holzschnitt paßt natürlich nicht zum Inhalte, da Dieterich und Engelnhard zum Verwechseln ähnlich sind. Aber in den illustrierten Volksbüchernkommt es hierauf auch nicht an (siehe Seite 160).
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Erklärender Abdruck zum „Partenopier".
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