XVI. Jahrhundert, Anfang.
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Volkslied; Anfang des Zeitungswesens (1505); Sprichwort (1514).
Vashedt von deinVgndeuler
Titel des Volksliedes vom „Tannhäuser", gedruckt zuNürnberg durch Jobst Gutknecht 1515.
Nach dem Exemplare der Universitätsbibliothek zn Erlangen.
^Gebrauch ich nun ein stembdes weybIch hab m meinem sinneAarv Venus edle stawe zartIr fiyt ein TeöffellinneG Herr Danheüfir was redt ir N6NDas ir mich günnet scheltenNun solt ir lenzer hierinne seinIrmüstemfiin dick entgeltenGFrarv Venus vnd das wil ich nieIch mag nie lenzer bleybenMaria motter reyne maydeNun hilffmir von den weybenG Herr Danheüfir ir söle vrlaub hanMein lob das fält ir preyfittwo ir do in dem landt vmbfareNembe vrlaub vsn dem Greysenßs Ds schiebt er wider auß dem bergIn iamer vnd in rewenIch wil gen Rom wol in die siabAufseines Babstes traweNU Nun farich stölich aufs die batlGocmüß selnymmer walten
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Aun w»l ichs aber heben anVon dem Danheüfir zu singenVnd was er hat Wunders gethanMit seiner fraw Venußinnen^s Danheüfir was ein Ritter gutwann er wolt wunder schawenEr wolt in fraw Venus bergZu andern schönen stawenEHerr Danheüfir ir fiyt mir liebDaran solt ir mir gedenckenIr habt mir einen aydr geschworenIr wölt vsn mir nit wenckenqsFraw Venus das enhab ich nieIch wildas widersprechenwann redt das yemant mer dan irGor helffmirs an sm rechenTHerr Danheüfir wie redt ir NUNIr solt bey mir beleybenIch wil euch mein gespilen geben^u einem siecten weybe^Vnd nem ich nun ein ander weybIch hab in meynem sinnen
Seite 1.
ZneknemBabsiderheysi Vrban
Ob er mich möcht bchalren
^sAch Babsi lieber herre mein
Ich klag euch meine fünde
Die ich mein tag begangen hab
AIs ich euchs wil verkünde
ffsIch bin gewesen auch ein jar
Bey Venus einer stawen
So wölt ich beycht vnd büß cntpfahen
Ob ich möcht goe anschawen
sil Der Babst her ein siebtem in der handl»
Das was sich also dürre
Als wenig es begrünen mag
Rumpstdu zu gsttes hulde
sfj Nun solt ich leben nur ein sar
Ein jar ausi distr erden
So wölt ich beycht vnd büß entpfaheN
Vnd gSttes rrosi erwerben
TDo zog er wider auß der siar
In iamer vnd in leyden
Maria mutter reyne mayde
Muß ich nun von dir scheydeN
Seite 4.
So mösi ich in der helle gkatAuch ewigklich verbnnnensisIr sagt mirvil von der helleglu-Vnd habt es nie empfundenGedenckc an meinen rotten mundtDer lachet zu allen stunden^was hilfst mich ewcr rotermundtEr ist mir gar vnmereNun gebt mir vrlaub frewlein zartDurch aller srawen ereTHerr Danheüser wölt ir vrlaub ha»In wil euch kernen gebenNun beleybent edler DanheüserVnd frisier ewer lebenGMein leben das ist worden kranckIch mag nit lenger bleybenNun gebe mir vrlaub stewlein zartVsn ewrem siolyen leybeUHerr Danheüser nit redet als)
Ir thut euch nit wol besinnenSo geen wir in ein kemerleinVnd spilen der edlen Minnen
Seite 2.
GEr zog do wider in den bergVnd ewigklich on endeIch wil zu Venus meiner stawen zartwo mich gor wil hin findeGSeyc got wjikumen DanheüserIch hab ewer lang empörenSeye wilkumen mein lieber HerrZu einem boten außerkorenVDas weret brß an den dritten tagDer siab hub an zu grünenDer Babst schicket auß in alle landewo der Danheüser wer hin kvmenH Do was er wider in den bergVnd het sein lieb erkorenDes must der vierte Babsi VrbanAuch ewigklich sein verloren
T Gedrückt zu Nürnbergdurch Jobst GutknechtM.LLLLL.Xv.
Seite 5.
Lopta der Nerven eptungsulz N>reüis Lsndt
Titel der „NeuenZeitung aus Presilg(Brasilien) Land",gedruckt zu Augs-burg durch ErhardÖglin 1505.
Die vier Matt in Quart-format umfassende Zeitungist die erste in Deutschlandgedruckte, die gleichzeitigenZeitereignisse verbreitendeFlugschrift, auf welcher dieBezeichnung „Zeitung" vor-kommt. — Nach dem Exem-plare der Münchener Bi-bliothek.
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Helena bonetrugisü teprouerbia vucuntLonclirus salibus li tibi lermo placecDunc cuoliie librum.vulceis dos perlege versusDecceliscelibens vcrba venusta puerDinc pocens linguamep rusin morelch polireLonmcrumPboms cxbtlarareioctsKuelubiecra vieles cplgrammara.nitlbi virkusbor6cc.crunl vüe uon minus gprs rue
Titel der ersten Ausgabe der niederdeutsch-lateinischen Sprichwörter-sammlung des Antonius Tunicius von Münster, gedruckt in Kölndurch Martinus de Werdcna 1514.
Nach dem einzig bekannten Exemplare der Lübecker Stadtbibliothek.