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XVI. Jahrhundert, Anfang. — Anfang der Reformation.
Thomas Murncr (1475-1537 (1536 ?s).
Polemik.
Thomas Murner aus dem Titelbilde der „vs-lonsio Oarinaniav" Wimphclings (Freiburg 1502).
Nach dem Exemplare der Münchener Bibliothek.
Unterschrift von Thomas Murner aus einemBriefe vom Jahre 1530.
Nach dem Originale des Straßburger Stadtarchives.
Lamzler.
Thomas Murner, geb.(24?) Dezember 1475 zu Oberehen-heim bei Straßburg, führte ein sehrunstätes Leben, fahrender Schüler,Priester, studierte in Paris Theo-logie, in Freiburg Rechtswissen-schaft, gekrönter Dichter 1506; inKrakau, Rom, Venedig, Deutsch-land; 1523 bei König Heinrich VIII.in England, den er gegen Luther ver-theidigt hatte. 1524 als Franziskanerin Straßburg ausgewiesen; 1526als Prädikant nach Luzern, aus derSchweiz flüchtig (ca. 1530) nachHeidelberg; starb in seiner Vater-stadt im Jahre 1537 (1536 ?).Streitsüchtige, satyrisch angelegteNatur; bis zum Jahre 1520 sindseine zahlreichen derben, zum Theilunflätigen satyrischen Schriften(außer Gelehrtenzank) gegen all-gemeine Übel der Zeit in vor-reformatorischem Sinne gerichtet(„Schelmenzunft" (1512s; „Baden-fahrt" (1514s; „Geuchmat" (1519s);von da ab erbitterter BekämpferLuthers und der kirchlichen Refor-mation.
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Eine Seite (Blatt 7i>>) aus Murners 1514 in Straßburgbei Johann Grüninger gedrucktem Buche: „Ein andechtig geist-lich Badenfart" mit Murners Bildnis.
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Eine Seite (Blatt 8^) aus Murners 1519 in Basel durch Adam Pctrivon Langcndorf gedrucktem Buche „Die Geuchmat" mit MurnersBildnis als „Cantzler der gcuchercy".
Nach dem Exemplare der Münchener Bibliothek. — Somit sind alle drei Bilder, welche als PorträtsMurners gelten können, hier wiedergegeben; das letztere Bild ist nach Murners eigener Erklärung aufBlatt 8^ sicher als gleichzeitiges echtes Porträt anzusehen.
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Titel der ersten Ausgabe von Murners „Schelmenzunft" (gedruckt Frankfurt 1512).
Nach dem Exemplare der Münchener Bibliothek.