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Bilderatlas zur Geschichte der Deutschen Nationallitteratur : Eine Ergänzung zu jeder Deutschen Litteraturgeschichte / Nach den Quellen bearbeitet von Gustav Künnecke
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ch- 95 -H

XVI. Jahrhundert. Reformationszeit.

Hans Sachs (14941576). Ein fliegendes Blatt.

Meistergesang.

An nuiAchKrach dm langen Men/So sichmhaMeriwöllen

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M AacbzEben vrexerlcy Veyim. SN

Ach dem ein Ivngling frisHvnd st-eyvnter Hand der heyrar dreyErstlich ein Junckfraw schön vnd^rtttstit fast reych/ yedoch gurerartZum andern solrer jm verttaweuZu der Eh« ein junge rvitfrawenSie vor gehabt her einen manZum dritten solt er nemen anEin alte reych vnd rvolbegabrSie doch vor zwen man her gehabt^lun jr yede jn haben woltNun rvest er nit / welche er solrtstemcn der dreyer/vnd rhet ganZu einem alten weyscn manvnd j m die drey heyrar strlcgtDer weyst man sein Hand ausstrecktHussein fünffjcring knaben mitwelcher auffeim stecklein vmd ritIn der stuben/ vnd fp,ach/nun fragSas kind / auffdas es dir hie sagMir kuryen rvsrten/welche freyAuß den dreyen zu nemen seyBald sprach der Jüngling Pi dem knabenGag ob ich die Junckstaw so! habenDas kneblein antwort/ wie du wikeDer Jüngling sprach/sol ichdie miltWirstaw nemen / welche voranZu der Ehe hat gehabt ein manDas kneblein antworr/wie sie wilDer Jüngling sprach/mir nit verhilDb ich mir nemen fol die altenwelche auch vor hat haußgchaleenMit zweyen mannen in der EheVaH mlr/da-ich mich vergche

Sasknebleinwarff stchbaldherumb

Llt ringweiß in der stuben rumb

vnd schry/ ^üt dich mein pfcrd schlecht dich

Der weyß man sprach/ D Jüngling sich

Nun hast du deiner frag befcheyd

Dr r Jüngling sprach/ bey meinem eyd

Ich hab verstanden gar kein «ort

Von dem kneblein an difem or r

Ich bit wölst mir das daß erklern

Der weyß man sprach/ von heryeogern

Laust du denn erstlich nie »erstarr

Da dir das kneblein zeygeran

Erstlich von der Junckstawen milt

Da es zu dir sprach/Wie du wrlt

Da meynt er die Jvnckfrawc gütig

wer noch forchtsam / gschlachr vnd weychmutig

Derhalb du jr wol mächst abziehen

All eygenstnnigkcit zu fliehen

Des fie dir fein blib vnderrhan

Das du im hauß dlibst Herr vnd man

Vnd alles rher/wie du nur wolst

Au dem andern du mercken solst

von der witstawen/in der still

Darzu -er kaab sagt/ wie sie will

Meynt er/weyl die wiktib vorauß

Mit eim man her gchalren haust

wörds all dinge^rn nach jrem stnn

Als die all dingwol wist vorhin

vnd des hausthaltens het verstand

Vnd würd jrrhun gar wee vnd and

Wo du sie wolst ein anders leren

würd sichan dein straffnitvilkeren

Darob vil zancks sich würd erheben

Ee d»s nach dcim sinn richtest eben

Als zu dem dritten ob der altenDcrknabdas wo» dir für har gchalrenOör dich/wann mein roß das schlecht dichDarmie anzeygr er eygenrlichDas es ein grosse chorhetr werDas slch ein man geb in solch gfertstem/die so vor zwen man her gehabtVbs gleich reych wer vnd wolbegabkBey den sie verdöst vnd verargtwer in jrem eygnen sinn verstärktDas niemd möcht bendigen die frawenDenn allein sHaust! vnd die hawcnwie man denn sagt von disen fachenÄlr Hund döst bendig sind zumachenVerloren ist allrrew vnd gütAu endern ein verstocktgemötwolst das denn blmdigen mit zornMit rausscn/schlagen vnd rumornSo must du mit dem alten fragenDein lebrag ziehen die streb kayenDdcr der narr bleyben im haustILngling nun weit dir selber avstDie Erste / Ander/ oder DritAuff das dir in der Ehe darmikNit volg ein ewige nachrewSünder dir durch EhrlichetrewFrid/frewd vnd freundtlichkeit austwachSZm Ehelichn stand/das^vönscht ^»ns SachS-rst

4l Das hat gedruckt Hans VuldemNiMdDem die drey heyrar all sind kundVnd warnt die jugenr ^le stund.

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Ein fliegendes Blatt von Hans Sachs.

Der Holzschnitt ist von Virgil Solis. Es ist 1549 in Nürnberg gedruckt. In dieser Form ist eine große Anzahl der Gedichte von Hans Sachs, bevor sie mit verkleinettem Holzschnitte in Buchform erschienen, ausgegebenworden. Nach dem Exemplare der herzoglichen Bibliothek in Gotha, welche einen herrlichen Schatz von illustrierten Flugblättern des XVI. Jahrhnndctts besitzt.