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XVI. Jahrhundert. Reformationszeit. Meistergesang.
Aus Hans Sachsens Beschreibung der Stände (1568); Nürnberger Singezettel (um 1590).
Der Form schneidet.
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Ich bin ein Formen schneidet gut/
Als was man mir für reisten thut/
Mit der federn aufsein form bretDas schneid ich denn mit meimgeret/Wenn mans den druckt so find sichscharffDie Bildnuß/wre sie derenkwarff/
Die steht/denn druckt auffdem papyr/Künstlich denn auß zustrcichen schier-
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Drei Holzschnitte von Jost Amman aus
Der Brieffinaler.
Ein Brieffmaler bin aber ich/Mit dem Pensel so nehr ich mich/
An Ireich die bildwerckso da stehndAufs Papyr oder Pergament/
Mir farben/vnd verhöchs mit gold/Den Patronen bin ich mt hold/Darmit man schlechte arbeit macht/Darvon auch gringen lohn empfachk.
Der Buchdrücker.
Ich bin geschicket mit der preßSo ich aufftrag den Firniß reß/
So bald mein dienr den bengel zuckt/
So ist ein bogn papyrs gedruckt.
Da durch kombt manche Kunst an tag/Die man leichtlich bekommen mag.
Vor Zeiten hak man die bücher gschribn/Au Meintz die Kunst ward erstlich triebn.
§ ist Der
.... Gedruckt zu Franckfurt am Meyn,
Der
Hans Sachsens „Eygentliche Beschreibung Aller Stände aufs Erdenbey Georg Raben, in Verlegung Sigmund Feyerabends 1568".
Nach dem Exemplare der Münchener Bibliothek.
Williger W AngGchm geben etliche
Eirbhaber der Kunst den Meistersingern etliche Gaben zuverstugcn.
Harmö Sachs seines Alters 8«. Jahr.
z Bammb soll erstlich m dem Lre^-
singen gesungen r Römische/und an-
dere warhafftige Historien.
So!! das gemeßscyn/von ttM auff/AZudem gleichenabir von»c bißauff,
In demHauptstngensollgesun
gen Werden auß dem alten
vnd nerven Testament
Soll das gemeß seyn von bißauff Zc,Zu dem gleichen aber von ^ bißauff
an
new Lied auffvnser Art vnd Weißzusammensingen.
Hr Singer singe zu Gottes Lob/Beweist der Lunst heut eins prob/wer das best thue/den wird man preisen/
Soll auch die best Gab davon reisten/
Drumb jhr Singer thut euch befleisten.
Wer solches hören will / der komm nach ge-haltener MiktagsPredigezu S. Cacha-rina/ so wird man anfangen.
Einladuugszettel zur Abhaltung einer Singschule (Sitzung) der Nürnberger Mcistcrsüugcr, wie er au der dortigen Katharincnkirchc angeschlagen wurde.
Aus dem Ende des XVI. Jahrhunderts. — Nach dem Exemplare des Germanischen Natimialmusenms zu Nürnberg.