XVI. Jahrhundert, letztes Drittel.
Satyre, Polemik.
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Johann Fischart (um 1545—1590).
Allee pmttick GedssmAmr.
invlckgcprocktcNcwe
!bnnd ercwe / laur hasste bnnd jmmer,
Idaurhaffre pkocdick / auch possierliche / doch mtL)erführlicheprvchn«rsticatz.fttmpk einer geckltchm vnd trujfalke jar^rechten Laßtaffeln: gettelltt durch gütduncken/oder güt krunckcndcs Stirn»rpnsm H. Wmhold WüDlüt vom Ncbelschjff/ des Könige Arrsus vonLandagrewel höchsim Hmrmelgajfenden Grerngauckler / Praettck-krätnner vnd Kalender reimer: Echt ein rH kurtzweiliggeläß/als wann man4)abersiro aß.
Johann Fischart. Aus dem „Ehezuchtsbüchlein" (Straßburg 1607).
Nach dem Exemplare der Münchener Bibliothek. — Unterschrift auf seinem Exemplare von Rabelais'„Sciomachie" (1549), das jetzt in der Wolfenbütteler Bibliothek aufbewahrt wird.
Johann Fischart, genannt Mentzer (Mainzer), geb. um 1540bis 1550 zu Mainz (oder Straßburg), eine Zeitlang Schüler des KasparScheidt (des Übersetzers von Dedekinds „Grobianus"), viel auf Reisen,bis er 1574 in Basel zum juristischen Doktor promovierte. Seit 1576 inStraßburg nachweisbar, 1581 in Speier, um 1583 Amtmann in Forbach,gestorben im Winter 1589 auf 1590. Fischart ist der bedeutendste deutscheHumorist, sprachgewandt wie kein anderer, gründlicher Kenner deutschenVolksthums, in seiner kalvinistischen Polemik gegen die Jesuiten von denDerbheiten seines Zeitalters nicht frei. Durch die groteske Maske ist abersein tiefes Gemüth selten ganz verdeckt.
FlöhHaß/WejbcrLratz
Der Minder viirichtige/vn
spotwrchtrge Rechtshandel der Mbmüden Werbern: Em New gelaßarrff das vbcr kurtzwetlrgesi zübela-chen/ wo anders die Flöh müsiechen einem die kurtz-weil nicht langmachen.
wer willkom körnen will HauffRauff sein, Weib diß Brich;ü vorauff/Dann hierin» find sie weg vnd mittetwie sie die Flöh auß Bclyen schütte!.Vnd hüt sich »edermänniglichBey der Flöhvngnad/ biff vnd stich/Das er diß Wercknit nach wöl machen,weil noch mt auffgführt seind die sachcDann der Flöh AppellationMag noch in kuryein nachher goh».Auch bald der Bcly Defension.
Lrrmm kragen vnd Brieffelegen / nachlaut der prncück.
r^l. O. I.XXII'
Titel der ersten Ausgabe von Fischarts „Aller Pracktick Großmutter"
(1572).
Nach dem Exemplare der Münchener Bibliothek.
Titel der ersten Ausgabe von Fischarts „Flöhhatz". Gedruckt Straßburgdurch Bernhard Jobin (1573).
Nach dem früher im Besitze des größten Fischartkenners, des Freiherr» H. G. von Meusebach, befindlichen,jetzt der Berliner Bibliothek gehörigen Exemplare.
Eigenhändiges Stammbuchblatt Fischarts.
Blatt 342 des Stammbuches des Franz von Domsdorf, im Besitze des Herrn Geheimen Rechnungsraths
Warnecke in Berlin.