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Bilderatlas zur Geschichte der Deutschen Nationallitteratur : Eine Ergänzung zu jeder Deutschen Litteraturgeschichte / Nach den Quellen bearbeitet von Gustav Künnecke
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XVII. Jahrhundert, zweites Drittel. Gelehrte Sprachgesellschaften.

Georg Neumark (16211681), zweiter Erzschreinhalter der Fruchtbringenden Gesellschaft;

Dietrich von dem Werder (1584-1657).

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Eigenhändiges Gedicht Dietrichs von dem WerderGebetlein wegen Regens".

Aus einem Briefe an Fürst Ludwig von Anhalt aus dem Jahre 1638,im Cöthener Erzschreine.

Gesellschastsname Dietrichs von dem Werderin der Fruchtbringenden Gesellschaft.

Aus dem Cöthener Erzschreine.

Georg Neumark, angethan mit dem Palmenorden.

Anonymer Kupferstich um 1670. Ausschnitt. Unterschrift aus demWeimarer Erzschreine.

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Georg Neumark, geb. zuLangensalza wahrscheinlich den16. (getauft den 17.) März 1621,studierte in Königsberg (1643),führte ein wechfelvolles Lebenim Norden Deutschlands, erhielt1652 in Weiniar Anstellung,wurde kaiserlicher Vicepfalzgraf,starb zu Weimar am 8.Juli 1681als Bibliothekar und fürstlichsächsischer Gesammtsecretarius.Aufgenommen 1653 in dieFruchtbringende Gesellschaft alsderSprossende", wurde erderen Erzschreinhalter und ver-faßte eine Geschichte derselben(Der Neu-Sprossende Palm-baum", 1668). Von seinen geist-lichen Liedern ist das berühmtesteWer nur den lieben Gott läßtwalten" (zuerst gedruckt 1657).Außerzahlreichen Gedichten schrieber auch, nach italienischem Vor-bilde, Schäferromane. Er ist ge-zierter, steifer wie sein VorbildOpitz, doch vielseitiger.

Der Edele verliebte Schäffer Filamon sieht im Traume seine in Liebezu ihm verw nndete edele Bellifloren zu ihm kommen mit nachfolgendemWinseln und Schreyen:

Die ich manchem Lirbes-Strick'/auch so manchen grossenHaussen

Amors List entgangen bin/imd Cuxidens Witz enttauffen/Muß nun rennen/ ächtzea/schrepm.- Ach wein hochbttrub»tes Hertz/

WcilTuvido mich getroffen und erreget grossenSchmertz.Niemand kan als Filamon meine Wunden wieder hellen/

So mir Venus blindes Kind hat gemacht mit seinMPfeilkn/Filamon Hertzalleriiedster kommet/kommet nur herzn/Schaffet zwe^verliedtcn Hertzen/ meinem und dcm eurem

Als fie aber fastgar zu ihm gelanget/ hat fle fol,gendes ferner hervorgeächtzct:

Filamon mein ringes Leben/

Filamon mein höchster Schatz/

Filamon mein Freuden»!««/

Nunmehr ist euch gantz ergebenBellifloren Hertz und Sinn/

Nehmt Ihr treues Händlein hin.

Eigenhändiges Gedicht Georg Neumarks vom 14. September 1653,

womit derselbe als eben in den Palmenorden unter dem NamenDer Sprossende" aufgenommen, dem damaligen Oberhaupte, Herzog Wilhelm von Weimar,Dem Schmackhaften", seinPoetisches Lustwäldlein" überreicht. Aus dem Weimarer Erzschreine.

Bild und Text aus NeumarksDer Lieb-erfreuteFilamon" (Schäfcrgeschichte imPoetisch-HistorischenLustgarten", 1666, xaZ. 288).