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Bilderatlas zur Geschichte der Deutschen Nationallitteratur : Eine Ergänzung zu jeder Deutschen Litteraturgeschichte / Nach den Quellen bearbeitet von Gustav Künnecke
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1759 1805 .

s> 235 H

Schillern

Zusammenwirken mit Goethe in Weimar (1804, 1805).

Wilhelm T ell

Schauspiel

von

Schiller»

Znrn Neujahrsgeschenk

auf l 8 c> 5-

Tübingen,

in der I. G. Cvkla'schen Buchhandlung,l 8 o q.

Titel der ersten Ausgabe von SchillersWilhelm Teil" (1804).

Die Bearbeitung desTell" begann Schiller im August IMS und beendete ihn im Februar I8V4.Zuerst ausgeführt wurde er in Weimar den 17. März 1804.

Schillers jüngstes Kind: Emilie Henriette Lnise, geb. 25. Jnli 1804in Jena. Sie verheiratete sich 1828 mit dem Freiherrn Adalbert von Gleichen-Rußwurm und starb den 25. November 1872 auf dessen Schloß Greifenstein (beiBonnland in Franken). Ihr Bildnis hat hier Platz gefunden, weil sie ini Schiller-archive auf Schloß Greifenstein alles ihr zugängliche auf ihren Vater bezüglicheMaterial sammelte, sichtete und ordnete und dadurch, soweit dies noch möglichwar, vor dem Verkommen und Zerstreuen rettete. Weitere wichtige Dienste leistetesie der Schillerforschung noch durch eigene Veröffentlichungen, namentlich durch dieHerausgabe desBriefwechsels von Schiller und Lotte" (1886), desSchiller-Kalenders" (1865). Zusammen mit Freiherrn Alfred von Wolzogen gab sie heraus:

«8»

WWW

Emilie Schiller.

Nach einer im Besitze ihres Sohnes, des Freiherrn Ludwig von Gleichen-Rußwurm, befindlichenOriginalphotographie umgezeichnet.

Schillers Beziehungen zu Eltern, Geschwistern und der Familie von Wolzogen"(1859); ferner zusammen mit Urlichs:Charlotte von Schiller und ihre Freunde"(18601865). Die wissenschaftliche Schillerforschung unterstützte sie bereitwilligst;ihr Sohn, Herr Freiherr Ludwig von Gleicheu-Rußwurm, eifert diesem Bestrebenseiner Mutter würdig nach.

Aus Schillers eigenhändiger Handschrift seiner Übersetzung von RacinesPhaedra", IV. Aufzug, 2. Austritt.

Zettel aus der v. Radowitzschcn Autcgrapheusammlung auf der königl. Bibliothek zu Berlin. Begonnen wurde die Übersetzung derPhaedra" den 17. December 1804, beendet schon 14. Januar 1805;

die erste Ausführung fand den 30. Januar 1805 auf der Weimarer Bühne statt. Gedruckt erschien sie zuerst 1807.

Wichtigste Daten aus Schillers Leben 1804, 1805.

1804: Januar dasBerglied" (Nachbildung Seite 233); FebruarBeendigung desTell"; Arbeiten am (unvollendeten)Demetrius"; im Maiin Berlin; die Verhandlungen wegen Schillers Übersiedelung dorthin zer-schlagen sich; im Jnli Reise nach Jena, starke Erkältung; hier in Jena wird

den 25. Juli geboren Emilie Henriette Luise; 12. November zur Huldigungs-feier der Erbgroßherzogin Paulowna die in wenigen Tagen verfaßteHul-digung der Künste"; Verschlimmerung des Katarrhs; im December RacinesPhaedra" übersetzt; 1805 im Januar war sie vollendet.

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