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----- Erstes Kapitel -----
derer, die die Geschicke der Völker geistig und ungeistigheute formen und vorwärts bewegen, und wir glauben,daß die Gegenwart wichtiger als die Vergangenheitsei und unser Urtheil über sie zutreffender als das zu-künftiger Generationen, obgleich diese mehr Details dannkennen. Die Zukunft aber, die früher freudig erwartetwurde, steht den Meisten heute drohend dicht bevor wieein Engpaß mit zum Einstürze sich neigenden hohen Fels-wänden, in deren Schatten hinein uns etwas drängt undvorwärtsstößt. Wir fühlen, daß wir müssen.
Ich sage ,den Meisten*, denn ich selbst denke anders.Ich theile die Besorgniß nicht, geistige Güter könntenverloren gehen,- die Freiheit, die wir sicher haben unddie immer noch anwächst, trägt jede Art von Selbst-correctur in sich. Der Mangel an innerem Frieden, derVerlust an äußerer Ruhe werden betrauert und für un-ersetzlich gehalten- ich sehe überall nur Gewinn. Immernoch haben wir doch die lichten Tage mit ihrer Sonneund die stillen Nächte mit ihrem Schlafe. Es stehenmir Entwicklungen der Menschheit vor den Augen, diemitzumachen mir versagt sein wird, die mir aber als soglänzend schön erscheinen, daß es um ihretwillen wohlder Mühe werth wäre, das menschliche Dasein nocheinmal zu beginnen.
In diesen Gedanken befangen, suche ich das Lebender Männer zu erforschen, die für ihre Zeit die Pegel-höhe des geistigen Zustandes bezeichnen. Die Wenigen,aber die Unverwüstlichen. Die ewigen Apfelbäume, dieder ewig nachwachsenden Jugend, soviel Früchte vonihnen abgeschüttelt werden, jeden Morgen in vollenFrüchten getreu wieder entgegenlachen. Hier liegt unserehistorische Arbeit für alle Zukunft. Niemals wird die Er-