-« Viertes Kapitel
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Hand ehrfurchtgebietend dasteht, von Raphael als Reprä-sentant der gesammten griechischen Philosophie gefaßtworden war, so daß uns freistände, Plato oder Aristo teles in ihm zu erblicken. Möglich auch — doch ist esnichts als eine Vermuthung —, daß diese Gestalt, ebenweil sie Plato oder Aristoteles genannt wurde, zu demGlauben Anlaß gab, die andere Gestalt neben ihr müsseihrerseits entweder Aristoteles oder Plato sein, weil beidenebeneinander gehörten.
Die Titel der Bücher welche beide tragen, ,Timeound Etieah können nicht als maßgebend angesehen wer-den, sondern — dies wird von allen Seiten zuge-geben — sind wahrscheinlich auf Vasari's Angaben hinbei einer der vielfachen späteren Auffrischungen desGemäldes aufgemalt worden. Denn der Ruin derFresken begann schon frühe, da sie mit Händen leicht zuerreichen sind.
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Der Parnaß.
Disputa und Schule von Athen nehmen, einandergegenüberliegend, die beiden vollen Wände des Gemachesein. Die beiden andern Wände sind von gewaltigenFenstern durchbrochen, die, in jeder Wand nur eines,nach Osten und Westen gehend, der Morgen- und Abend-sonne Eingang gewähren. Die hoch und breit einschnei-denden Fensterhöhlen beeinträchtigen hier die zu bemalendeFlüche so stark, daß die Möglichkeit ihrer Benutzung füreine zusammenhängende Composition hätte bezweifeltwerden können. Raphael hat nicht nur in der Cameradella Segnatura jedoch, sondern auch in dem daneben-