Thätigkeit nach allen Richtungen ------
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der letzten Zeiten Giulio's sehen wir Vasari zu einemnotizenhaften Zusammenfassen der Produktion Raphael'sübergehen. Das Wort,darauf, mit dem er nun oft voneiner Arbeit zur andern übergeht, verliert seinen chrono-logischen Werth. Es erscheint überflüssig, in einzelnenFällen darauf hinzuweisen. Uns liegt ob, die Werkeherauszuerkennen, worin Raphael's Natur am vollstensteckt und, indem wir diese für sich aneinanderfügen, dieLinie seines geistigen Fortschrittes zu ziehen.
Betrachte ich die Dinge so, dann folgen aus die Ca-mera della Segnatura die Cartons zu den in den Nieder-landen für die Sistinische Capelle gewirkten Teppichen.Dennoch darf von den Teppichen nicht die Rede sein, ehedie Malereien im zweiten vatikanischen Zimmer nichtbesprochen worden sind. Sie fallen zum Theil noch inGiulio's II. Zeiten.
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Das zweite vatikanische Zimmer, l.
Die Meister, deren Colorit bis dahin von Raphaelangenommen worden war, Maler der umbrischen undflorentinischen Schule, glichen sich alle darin, daß ihreGemälde dem ersten Gedanken nach nicht farbig ent-standen waren. Die Farbe blieb ein letzter, höchster Zu-satz, sie war nicht anfängliche Lebensbedingung für dieDarstellung. Die Venezianer dagegen gingen gleich beider Erfindung von der Farbe aus. Mit dem Farbigenhatte ihre Phantasie am liebsten zu thun. Licht undSchatten sind ihnen nur begreiflich insoweit sie durchFarben repräsentirt werden. Ein Gemälde von Giorgione ,wenn Raphael eines sah, mußte wie eine Offenbarung für