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Fünftes Kapitel
bloß ein Lahmer oder Hinkender, sondern ein Krüppel,dessen Glieder ganz in einander verwachsen sind, wirdvon Petrus an der ausgestreckten Hand emporgehoben.Man glaubt mitzuerleben, wie ein Dehnen und Krachenin den Gliedmaßen geschieht, wie die verschränkten Beinesich, auseinandergreifend, plötzlich strecken, man sieht, wiedas halb zum Thier gewordene arme Geschöpf zum Apostelaufblickend mit seinen Augen die Funken eines neuengeistigen Daseins auffängt. Zu beiden Seiten sindKommende und Gehende dargestellt — solche, die nichtswissen von dem was geschieht^ solche, die nur einenneugierigen Blick dafür haben —: dicht um die Apostelerst in sprachloser Neugier diejenigen, welche den über-natürlichen Einfluß zu begreifen beginnen, der vor ihnensein Werk thut. Links ein nackter Knabe, sich vergeblichbemühend, den auf den Stab mit dem Kinn gestütztstehenden, im Erstaunen wie festgewurzelten Alten amGürtel fortzuziehen. Von der rechten Seite dagegenauf den Knien mühsam sich heranschiebend ein zweiterKrüppel, der häßlich, aber mit einem durchdringendenBlicke unbegrenzten Vertrauens, wie ein Hund der stilleinen Bissen erwartet, seine Heilung mit den Augengleichsam herbeifleht. Von großer Schönheit, tieferzwischen den Säulen, die junge Frau mit dem Kinde ander Brust, das sie, hinüberblickend nach dem was vorgeht,für den Augenblick ganz zu vergessen scheint. Von gleicherSchönheit, auf der anderen Seite, ein nackter laufenderKnabe, einen Stab über der Schulter, von dessen Endeein paar mit den Füßen angebundene Tauben herab-hängen. Die gesammte Menschenmenge von der Unruhebelebt, die das in den Kirchen aus- und einströmendeVolk der Beobachtung bietet. Und die Säulen selber,