Natur und Kunst
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sich, wie er diesen bei ihrer Benutzung gleichsam denNaturgeruch nahm, den unmittelbar nach dem Lebengemachte Zeichnungen großer Künstler stets haben,- beider Erblindung des Elymas aber scheint er die roheNatur, unabgeschwächt wie er sie fand, aus den Cartongebracht zu haben. Beim Tode des Ananias war durchwohlvertheilte Schatten und Lichtmassen den Gestaltenein idealer Schein über das Naturstudium hinaus ver-liehen worden: bei der Erblindung des Elymas gehtdiese künstlerische Modellirung fast verloren, denn in derunruhigen Mischung von Hell und Dunkel, wie Tageslichtdie Dinge zeigt, stehen sie da. Ein Schein gewöhnlicherWirklichkeit liegt auf dem Ganzen, der an Photographienerinnert. Sprechend sind die Handstellungen, und deshalbbesonders stark hervortretend, weil jede Figur ihre Händegebraucht,- Elymas am meisten, der Paulus' Predigtunterbrechen wollte und, von Dunkelheit plötzlich umfangen,mit auseinanderstrebenden Fingern wie mit gewaltigenFühlhörnern tastend, man möchte sagen, zitternd dieArme in die leere Luft vorstreckt. Ohne sich in Gruppenzu scheiden, drängen die Anderen zu diesem erregendenSchauspiel heran. Lictoren und Gefolge halten die zuder Erhöhung, auf der des Proconsuls Sessel steht,führenden Stufen besetzt. Mit lebhaften Gesten legensie den Anhängern des falschen Propheten die Folgerungendar, die aus dessen plötzlicher Erblindung ihnen sichergeben. Wir fühlen, wie der Beredsamkeit des Paulusdurch diese unerwartete Wendung der Dinge plötzlicheMacht zuwächst.
Auf allen Cartons giebt Raphael Darstellungengespannter Situationen, wo ein Wort eine Entscheidungherbeiführt. Das Resultat der Lebenserfahrung Raphael's